Gelungene Männerfrühstück-Premiere

Die beiden Initiatoren des Männerfrühstücks, Wolfgang Meißner und Heinrich Bothe, freuten sich über die große Teilnehmerzahl. Über 40 Gäste waren in das Volkersheimer Pfarrhaus gekommen. (Foto: Vollmer)

Mehr als 40 Gäste im Volkersheimer Pfarrhaus begrüßt

Als einen vollen Erfolg können Pastor Heinrich Bothe aus Volkersheim und sein Mahlumer Kollege Wolfgang Meißner das erste Frühstück für Männer verbuchen. 42 Personen nahmen im Volkersheimer Pfarrhaus an den gedeckten Tischen Platz.

„Das ist wirklich eine tolle Resonanz“, freuen sich beide Gastgeber.
Der Vormittag stand unter dem Motto „Grenzen überwinden – Kirche auf neuen Wegen“. Zentrale Frage war dabei, wie die örtlichen Gemeinden zusammenfinden. Schließlich hat sich die kirchliche Situation im Braunschweiger Ambergau in den vergangenen zwei Jahren grundlegend verändert. Die Pfarrhäuser stehen leer, in Volkersheim existiert nur noch ein Pfarrbüro. Das Pastorenehepaar Sindermann bewohnt das Pfarrhaus in Bornum. Schlewecke mit Werder sind seit Jahrzehnten mit Volkersheim zu einem Pfarramt verbunden. Alle Kirchengemeinden haben einen eigenen Kirchen- oder Kapellenvorstand. Gemeinsame Tagungen stehen regelmäßig im Kalender.
Grenzen zu überwinden, scheint aber gar nicht so selbstverständlich zu sein. „Alle Orte haben eine sehr lange Tradition und pflegen damit auch eine gewissen Eigenständigkeit“, erläuterte Wolfgang Meißner. Unbewusst hätten Grenzen eine erstaunliche Langlebigkeit, selbst wenn man gelegentlich darüber schmunzelt. „Es bedarf großer Anstrengungen, solche Barrieren vor allem emotional zu überwinden. Verkehrsprobleme sind da noch der einfachste Punkt“, meinte der Geistliche. Grenzen überwinden bedeute, dass einer oder mehrere die Initiative ergreifen müssen, damit die Menschen aufeinander zugehen. „Der Zusammenschluss von Kirchengemeinden erscheint mir notwendig. Die Landeskirche entwickelt derzeit Modelle für die Organisation verbundener Gemeinden“, erklärte Pastor Meißner. Für ihn sei es aber nicht nur ein organisatorisches Problem, sondern ein menschliches. „Menschen suchen in der Kirche einen Ort des Glaubens und nicht nur der Verwaltung. Darum benötigen wir in den Gemeinden Ansprechpartner“, sagt Meißner. Viele Dinge könne ein Pastor allein nicht mehr erfüllen. Für die Teilnehmer gab es bei der anschließenden Aussprache jedenfalls genügend Gesprächsstoff. Nicht zuletzt soll das Männerfrühstück ein weiterer Versuch sein, Grenzen zu überwinden.