Am Ortseingang grüßt das Wappen

Thorsten Schönrock (links) und Ortsvorsteher Hartmut Nienstedt schauen sich das Wappen immer wieder gerne an. (Foto: bo)

Willensen hat ein eigenes Wappen erhalten / Vom Vereins-Logo zum Ortswappen

Gleich aus welcher Richtung man auf der Kreisstraße 3 Willensen erreicht, dem aufmerksamen Betrachter dürfte nicht entgehen, dass sich das Ortsschild geändert, und der Ort ein eigenes Wappen erhalten hat. Denn genau das ist an dem jeweiligen Begrüßungsschild am Ortseingang befestigt.
Die das Wappen teilende Wellenlinie soll den Reichtum an Quellen in und um Willensen herum symbolisieren. Die Ähren und die Ente wiederum deuten auf den bäuerlichen Ursprung des Orts hin. Rot ist nicht „nur“ die Farbe der Liebe, sondern insbesondere auch die Farbe des Lebens, und sie weist auf das lange Bestehen des Ortes hin, der bereits 953 n. chr. erstmals urkundlich erwähnt wurde. Denn Orte dieser Größe konnten und können selten auf eine so lange Geschichte zurückblicken. Das gebrochene Schwert soll auf die freie Gründung Willensens ohne den Schutz einer Burganlage hinweisen. Blau, die Farbe der himmlischen Macht, wiederum steht für das Vertrauen der Gründer in eben diese Macht. Hätten sie das nicht gehabt, wäre bestimmt nicht auf das Errichten einer Burg verzichtet worden.
Wie ist Willensen nun zu dem Wappen gekommen? Dessen Entstehungsgeschichte ist eng mit der des Vereins zur Wahrung Willensener Interessen (VzWWI) verbunden. Bei Besuchen des Rathauses in Windhausen fiel auf, dass alle Orte dort mit einem Wappen auf der Karte der Samtgemeinde abgebildet waren, Willensen aber nicht. Aus diesem Grund entwarf Hartmut Ernst für den VzWWI das heutige Wappen, das zunächst als Logo des Vereins verwendet wurde.
Als nun aber die Umstrukturierung der Samtgemeinde in die Gemeinde Bad Grund ins Gespräch kam, beschloss Ortsvorsteher Hartmut Nienstedt, dass Willensen – ebenso wie alle anderen Gemeinden oder Ortschaften – auch das Recht auf ein Wappen hat. Weil das nicht so einfach ist, wie ein Vereinswappen, stellte er einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung der Gemeinde Bad Grund. Die wiederum wandte sich an das Landesarchiv in Wolfenbüttel, um dort die notwendigen Anträge zu stellen. Als diese Hürde genommen war, galt es noch, dass der neue Gemeinderat Bad Grund dem Vorhaben zustimmte, und das tat er ohne Wenn und Aber.
Nun war es an der Zeit, das Originalwappen zu fertigen. Als Erstes galt es, das entsprechende Holz zu beschaffen, welches der VzWWI möglich machte. Der finanzierte auch die Farben. Und Thorsten Schönrock fügte das eine mit dem anderen zu den aussagekräftigen Ortswappen, welche die Begrüßungsschilder zieren .