250.000 Euro für den Ausbau „Am Johannisborn“

Dirk Südekum und seine Nachbarn haben sich bisher gegen einen Ausbau der Straße „Am Johannisborn gewehrt. Vielleicht kann der bewilligte Zuschuss vom Land in Höhe von 250.000 Euro die Stimmung ein wenig beruhigen.

Land bewilligt Zuschuss für die bei den Anwohnern umstrittene Straßenbaumaßnahme

Von Camillo Kluge,
Windhausen

Kein Grund für lange Debatten bot die 5. Sitzung des Rates der Samtgemeinde Bad Grund. Die Abrechnung der Kindergartenhaushalte sowie die Planung für 2012 war von Arbeitskreis und Ausschuss ausreichend diskutiert und bearbeitet worden (der „Beobachter“ berichtete), dass der Rat eigentlich nur noch einstimmig seine Zustimmung geben konnte. „Wir sind froh, dass der Bedarf an weiteren Öffnungszeiten endlich gedeckt ist“, so die kurze Begründung von Florian Panknin zur kollektiven Zustimmung seiner SPD. Jürgen Rähmer wies für Bündnis 90/Die Grünen darauf hin, dass „wir schon 2010 darauf hingewiesen haben, dass verlängerte Betreuungszeiten nötig sind.“ Diese Betreuung hält er für einen wichtigen Baustein um die Abwanderung junger Familien zu verhindern. „Ich habe einen Traum“, wünscht er sich irgendwann Betreuung bis in die Abendstunden. Etwas sarkastisch kommentierte Harm-Heiko de Vries (CDU), er habe den Traum, dass solche Forderungen nur gestellt würden, wenn auch gleich die Frage der Finanzierung mit beantwortet werde.
Ebenfalls einstimmig wurde der stellvertretende Samtgemeinde-Bürgermeister Joachim Grupe zum Wahlleiter für die Kommunalwahlen im Januar 2013 bestimmt. Sein Stellvertreter ist Olaf Thiele.

Zuschuss für Ausbau „Am Johannisborn“

Schließlich hatte Samtgemeinde-Bürgermeister Harald Dietzmann noch die erfreuliche Nachricht im Gepäck, dass die Kommunalaufsicht Haushalts- und Wirtschaftsplan der Samtgemeindewerke „uneingeschränkt genehmigt“ hat. Auch die Anwohner an der Badenhausener Straße „Am Johannisborn“ dürfen sich über einen Zuschuss freuen. Die Straßenausbaumaßnahme wird mit etwa 250.000 Euro vom Land bezuschusst, „aber nur, weil wir die Einheitsgemeinde auf den Weg gebracht haben“, betonte Dietzmann, „sonst hätte es nichts gegeben.“

Anteil für Anlieger
verringert sich

Dadurch schmälert sich der Restbetrag und somit auch der Anwohneranteil am Ausbau der Straße. Zudem sind die Stadt Osterode und die Samtgemeinde Bad Grund gemeinsam in das Städtebau-Förderprogramm für kleine Gemeinden aufgenommen worden. Für den 11. Juli kündigte Dietzmann eine Informations-Veranstaltung in Osterode an, bei der „der Projektstand erläutert und das weitere Vorgehen beratschlagt werden soll.“ Mit dem Programm soll den regionalen Strukturveränderungen sowie der demografischen Entwicklung begegnet werden. Ziel ist laut Dietzmann „eine kostengünstige kommunale Infrastruktur.“