Ältere Menschen verursachen weniger Unfälle

Die Senioren kamen im Gemeinderaum bei Kaffee und Kuchen zusammen. (Foto: Bordfeld)

Informativer Erzählnachmittag mit dem Verkehrssicherheitsberater Dieter Armbrecht

Der DRK-Ortsverein Windhausen und die evangelische Kirche hatten jetzt interessierte Senioren zu einem überaus informativen Erzählnachmittag in den Gemeinderaum geladen. Denn Dieter Armbrecht, Verkehrssicherheitsberater von der Polizeiinspektion Northeim/Osterode, sprach über das Thema „50 plus – Senioren heute“.
Eingangs machte er darauf aufmerksam, dass rund elf Millionen Führerscheinbesitzer in Deutschland über 60 Jahre alt seien. Ältere Menschen verursachten übrigens deutlich weniger Unfälle wie jüngere Verkehrsteilnehmer. Denn letztendlich hätten sie mehr Erfahrung und Reife. Außerdem nähmen sie mehr Rücksicht auf Fußgänger und Fahrradfahrer, passten die Geschwindigkeit der Verkehrslage oder der Geschwindigkeitsmarkierung an und seien vorsichtig beim Überholen. Weniger Alkoholdelikte seien bei der älteren Generation auch zu verbuchen. Es dürfte aber nicht die Gefahr von Medikamenten im Straßenverkehr unterschätzt werden. Dabei ist es völlig gleich, wie alt der- oder diejenige ist.
Die älteren Menschen seien allerdings häufig unsicher bei komplizierten Vorfahrtsregelungen. Die Wahrnehmung und die Konzentration sei auch öfter eingeschränkt. Bei Dunkelheit könne es zu irritierten Blendungen kommen, weil die Anpassung des Auges von hell auf dunkel und umgekehrt länger dauere.
Dieter Armbrecht erinnerte aber auch daran, dass es wichtige Punkte gibt, welche von Fußgängern in der dunklen Jahreszeit beachtet werden sollten. Bei Dunkelheit sollte helle Kleidung angezogen werden, an welcher sich „Blinkis“ oder „Flexies“ gut machten. Auch Rollatoren sollten mit Licht oder Reflektoren ausgerüstet werden. Aber auch wenn man gut sichtbar gekleidet ist, müssten Verkehrsregeln eingehalten sowie das Schauen nach links und nach rechts vor der Fahrbahnüberquerung nicht vergessen werden.