Auf den Spuren der Windhäuser Geschichte

Ortschronist Manfred Keinert erläutert die Geschichte Windhausens.

Führung mit Ortschronist Manfred Keinert auf dem Karstwanderweg

Zu einer Führung auf dem Karstwanderweg hatte kürzlich der Förderverein Deutsches Gipsmuseum und Karstwanderweg e.V. eingeladen. Zahlreiche Teilnehmer trafen sich hierfür am Windhäuser Rathaus, wo Ortschronist Manfred Keinert die geschichtliche Bedeutung Windhausens erläuterte. „Erstmals wurde Windhausen mit seiner Burg im Jahr 1234 durch eine Urkunde des Ritters Basilius von Windhausen erwähnt“, berichtete Keinert. Der Ort selbst sei vermutlich noch älter. „Windhausen wurde, genauso wie die anderen Ortschaften mit der Endung -hausen, gezielt in der Zeit der Christianisierung Sachsens durch Karl den Großen gegründet“, so der Ortschronist.
Der Name Windhausen erkläre sich nach aktuellen Forschungen aus dem germanischen Sprachraum und bedeute so viel wie Weidesiedlung. In der älteren Literatur werde der Name von den Wenden (Sklaven) abgeleitet, die hier das feuchte Tal trockengelegt und kultiviert hatten.
Der Ortschronist nahm den Startpunkt der Wanderung zum Anlass, um auch auf den Haltepunkt der Kleinbahn Gittelde-Bad Grund (Harz) hinzuweisen, die Anfang der 1970er Jahre stillgelegt und abgebaut wurde. 1975 wurde an dieser Stelle das Rathaus der 1972 gebildeten Samtgemeinde Bad Grund gebaut.

Mehr gibt es in der Beobachter-Ausgabe vom 22. Mai.