Blutspendetermin trotz Ferien gut frequentiert

Während im Vordergrund noch die Spender ihren kostbaren Lebenssaft hergeben, wird sich im Hintergrund schon gräftig am maritim sommerlich angehauchten Buffet gestärkt. (Foto: Kluge)

57 Spender konnte Petra de Vries im Saal „Alte Burg“ begrüßen

Windhausen (cfk). Ganz zufrieden zeigte sich Petra de Vries, Vorsitzende des DRK-Ortsverbandes Windhausen. Denn immerhin durfte sie 57 Personen begrüßen, die zum Blutspenden in den Saal „Alte Burg“ gekommen waren, „und das trotz der Ferienzeit“.
Die Besucher durften sich nach dem Aderlass dann an einer liebevoll maritim dekorierten Tafel niederlassen und zur Stärkung am mit einigen Fischleckereien ergänzten Buffet bedienen. Doch zuvor war ihnen ein halber Liter Blut entnommen worden. Dabei waren diesmal einige Jubiläen, wobei Waltraud Kohl da den Vogel abschoss. Bereits zum 160. Mal spendete die Bad Grunderin ihren Lebenssaft, und das bei maximal vier Spenden, die sie innerhalb von zwölf Monaten leisten darf. „Frauen maximal vier Mal pro zwölf Monate, Männer sechs Mal“, bestätigt Dr. Dietrich Galonska, der das Blutspendeteam Springe betreuende Arzt aus Wulften. „Zwischen jeder Spende müssen acht Wochen liegen“, erklärt er, was beim Mann logisch auf die sechs pro zwölf Monate führt. Bei Frauen ist das auch so, allerdings die Höchstmenge wegen der Zyklen auf vier Spenden reduziert, denn „sonst bestünde die Gefahr bei einer Frau, dass sie in Blutarmut geraten kann“, erläuterte er. Damit ist also Waltraut Kohl seit mindestens 40 Jahren regelmäßige Spenderin.
Davon weit entfernt, aber dennoch mit einer außerordentlichen Spendenzahl bewegen sich Birgit Lau und Dieter Scholl (beide aus Windhausen), die jeweils zum 75. Mal spendeten. Sie wurden vom DRK mit Ehrennadel und Urkunde ausgezeichnet. Zudem bekamen sie, genauso wie Waltraud Kohl und Manfred Rösnick (Gittelde), der zum 60. Mal Blut spendete, einen Präsentkorb überreicht. Immerhin schon zum 25. Mal Bärbel Hallepape da, die sich über eine Flasche Wein freuen darf. Doch Wein, Präsentkorb und Ehrennadeln oder auch das Buffet sollen letztlich nur eine kleine Anerkennung sein, dass alle diese Personen so auf ganz simple Art und Weise helfen, Menschenleben zu retten. Dieses Wissen sollte eigentlich als Ansporn genügen, denn vielleicht ist es morgen ein Angehöriger oder gar man selbst, der nach einem Unfall dankbar sein kann, dass immer wieder Leute zum Blutspenden gehen.