Burgstraße weist elf Jahre nach Sanierung erhebliche Mängel auf

Ausbau der Straße „Waldweg“ verzögert sich / Uferpflege am Teich Mühlenwiese

Nach dem zuletzt der Ausbau der Straße „Waldweg“ in Windhausen die Gemüter bewegte, wurde nun im Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde der Antrag gestellt, genau diesen Ausbau auf die lange Bank zu schieben.

Von Camillo Kluge

Windhausen. Daran war nicht zuletzt die Burgstraße mit Schuld. Anno 2000 frisch ausgebessert ist die Straße laut Verwaltung und laut Thomas Köhler vom Ingenieurbüro Pabsch und Partner stellenweise auszubessern, laut einigen Einwohnern sogar komplett. „2002 bei der Gewährleistungsabnahme waren absolut keine Mängel zu erkennen“, betonte Köhler. Bei solch einer finalen Abnahme werde immer besonders genau geprüft, weil sich da dem Auftraggeber die letzte Gelegenheit zur Inanspruchnahme einer Gewährleistung böte. Dennoch stimmt auch Köhler zu, dass knappe elf Jahre kein Alter für eine Straße seien. Starke Spurrillenbildung, verschobene Pflastersteine und gelöstes Fugenmaterial sind einige offensichtliche Mängel.
Nun soll mittels eines neutralen Gutachters nach der Ursache für all diese Mängel geforscht werden, die aus verschiedenen Gründen aufgetreten sein können. „Wasser kann den Boden aufweichen“, nannte Köhler einen. Jürgen Beck vom Bauamt konnte die Zusage geben, dass sobald finanzielle Mittel zur Verfügung stünden, dieses Gutachten, das rund 5.000 Euro kosten soll, in Auftrag gegeben wird. Das Ergebnis soll noch „in diesem Jahr auf dem Tisch liegen“, so Beck. Danach würde über das weitere Vorgehen in der Burgstraße beschlossen.
Nicht zuletzt dieser Sachstand war Auslöser, dass SPD-Ratsherr Horst Sablotny im Namen seiner Fraktion, der CDU und auch der FDP beantragte, zunächst abzuwarten, wie sich der Fall Burgstraße entwickelt, bevor für den Waldweg die Entscheidung über das weitere Vorgehen gefällt werde.
Das weitere Vorgehen bezüglich der Begrenzungsmauer zwischen den Häusern Harzstraße 10 und 12 (der Beobachter berichtete) ist auch noch nicht sicher. Der Anwohner war hinsichtlich der ersten Kostenkalkulationen alles andere als begeistert. Nun werden neue Angebote genauso eingeholt wie auch neue Gespräche bezüglich der Kosten geführt werden. „Wir wollen in Ruhe eine einvernehmliche Lösung finden“, versprach Beck.
Bezüglich weiterer Maßnahmen am Teich Mühlenwiese wurden die Fraktionen aufgefordert, Freiwillige aus ihren Reihen zu rekrutieren, die dort die Ufer etwas pflegen. Bezüglich der Bäume auf der dem Weg gegenüberliegenden Seite soll mit Gärtnermeisterin Birgit Nienstedt eine Besichtigung vorgenommen werden. Da soll entschieden werden, ob und welche Bäume zu fällen sind, damit sie nicht in den Teich stürzen. Denn das „Entenhäuschen“ auf der Insel ist gerade erst wieder aufgestellt worden und soll dem Federvieh noch eine Weile als Unterschlupf dienen, ohne dass den Enten Bäume aufs Dach stürzen.