De Vries tritt aus Fraktions-Gruppe CDU/SPD aus

Die neue stellvertretende Ortsbürgermeisterin Jutta Schwarze. Hier mit dem Ortsbürgermeister Burkhard Fricke (links) und Heiko de Vries bei der konstituierenden Sitzung des Ortsrates Windhausen im vergangenen Jahr. (Foto: Niemann)

Ortsrat Windhausen: Wahl eines neuen stellvertretenden Ortsbürgermeisters war nötig

Es seien private Gründe, weswegen er aus der Gruppe SPD/CDU im Ortsrat austrete und von dem Amt des stellvertretenden Ortsbürgermeisters mit sofortiger Wirkung zurücktrete, so Heiko de Vries (CDU) auf der jüngsten Sitzung des Ortsrates in Windhausen. De Vries bleibt weiterhin im Ortsrat, jedoch als fraktionsloses Ratsmitglied, weil eine Fraktion aus mindestens zwei Personen bestehen muss. Demnach sind im Ortsrat jetzt nur noch die SPD und Pro Windhausen als Fraktionen vertreten, erklärte Harald Dietzmann, Bürgermeister der Gemeinde Bad Grund.
Fraktionen und Gruppen bilden sich selber und melden sich dann in der konstituierenden Sitzung zu Beginn der Wahlperiode. „Durch das Austreten von Heiko de Vries als einziges CDU-Mitglied, gibt es keine Gruppe CDU/SPD mehr“, so Dietzmann. Da dies auch die Wahl eines neuen Ortsbürgermeisters nötig machte, schlug Burkhard Fricke (Ortsbürgermeister) Jutta Schwarze (SPD) vor, die jedoch zunächst ablehnte und Patrick Schmidt (Pro Windhausen) vorschlug. Schmidt sagte dazu, dass er nach der Kommunalwahl im vergangenen September aufgrund seines guten Wahlergebnisses fest mit einem entsprechenden Posten gerechnet habe, was jedoch nicht eingetreten sei. Die Entscheidung habe er damals akzeptiert aufgrund der Mehrheitsverhältnisse.
Jetzt aber, aufgrund der Zwangslage den Posten des stellvertretenden Ortsbürgermeisters zu übernehmen, käme für ihn nicht Frage. „Ich würde sehr gerne Jutta Schwarze wählen“, so Schmidt „ich unterstütze euch weiterhin und würde nie gegen euch arbeiten“. Der Austritt aus der Gruppe SPD/CDU von de Vries sei bedauerlich, so Fricke, bisher hätte es keine Diskrepanzen im Ortsrat gegeben, dies sei eine außergewöhnliche Situation.
In seinem Bericht erwähnte Dietzmann, dass die Versorgung der Straßenbeleuchtungsanlage in Windhausen im Frühjahr komplett ausgefallen sei, aufgrund eines Kabelfehlers. Da es in Windhausen nur eine Schaltstelle gebe, habe der Energieversorger Harzenergie empfohlen, eine weitere Vorschaltstelle einzubauen. Die Kosten betragen rund 4000 Euro. Diese Mittel werde man für das Haushaltsjahr 2018 anmelden, so der Verwaltungschef, der davon ausginge, dass das Gremium dem zustimmen werden, um eine funktionierende Straßenbeleuchtung zu gewährleisten.
In der Einwohnerfragerunde meldete sich ein Windhausener zu Wort, der anstatt eine Frage zu stellen, sagte, dass es anscheinend immer wieder Probleme mit den beiden Institutionen „Runder Tisch“ und dem „Dorfverein“ gäbe und er um seinen Leumund fürchte, da Falschaussagen die Runde machen würden.hn