Dorfverein wartet auf Anerkennung der Gemeinützigkeit

Akustik im Saal „Alte Burg“ soll verbessert werden

Das größte Problem des Windhäuser Dorfvereins ist amtlich: „Uns fehlt noch die Anerkennung der Gemeinnützigkeit“, bringt es Vorsitzender Jürgen Beck bei der jüngsten offenen Vorstandssitzung auf den Punkt. Dazu sind einige kleine Satzungsänderungen nötig sowie der Nachweis, das Burgruine und Burggarten Denkmal sind. „Ohne Anerkennung der Gemeinnützigkeit können wir keine Spenden sammeln“, so Beck.

Von Camillo Kluge

Windhausen. Wobei der Verein prinzipiell gesund ist. Zudem hat er noch gut 3700 Euro von der Gemeinde für die Bestuhlung im Saal „Alte Burg“ zu bekommen, die er vorfinanziert hat. „Noch ist der Haushalt nicht genehmigt“, weiß Beck aber auch, warum die Rechnung noch nicht beglichen ist. Allerdings beschloss der Vorstand, die noch ausstehenden Tische für den Saal soll die Gemeinde direkt bestellen, um nicht wieder in Vorkasse gehen zu müssen.
Denn mit der Verbesserung der Akustik im Saal hat sich der Verein schon ein neues Projekt aufgebürdet. Eine Fachfirma aus Kaiserslautern war diesbezüglich bereits vor Ort und wird in Kürze einen Vorschlag unterbreiten, der „auch den Aspekt Eigenarbeit beinhaltet“, hält Beck fest. Doch um den Saal auch für musikalische Aufführungen oder Schauspiel zu nutzen, müssen Arbeiten vorgenommen werden. Verärgert zeigten sich die Vereinsmitglieder über den eingebauten Schrank unter der Treppe links vom Schankbereich. Statt die Tiefe des Raumes – wie abgesprochen – zu nutzen, wird Platz dadurch verschenkt, dass der Schrank gut 40 Zentimeter von der Wand entfernt steht. Auch die von Kampfsportlern zu nutzenden Matten, die nun auch noch direkt an dem Schrank stehen, stören. Mit ihrer Breite von einem Meter auf zugehörigem Wagen passen sie nicht durch jede Tür.
Überhaupt stellt sich der Verein die Frage, „wohin die Reise bezüglich des Saals geht“, so Beck. „Wir warten da auf ein Signal der Gemeinde“, sagt er. Denn mit weit mehr als 6.000 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden hat die Gemeinschaft den Saal wieder auf Vordermann gebracht, jetzt „soll es auch in unserem Sinn weitergehen“, stellt Beck klar.
Zweites Thema der Sitzung war der Friedhof. Eine zweite Wasserstelle werde da von der Bevölkerung gewünscht. Wenn das Thema nun einmal aufgegriffen wird, werden gleich zwei neue zusätzliche Anschlüsse erstellt. Alle werden wohl auf einer Linie liegen, doch konkret soll das Thema nach einer Ortsbegehung abgeschlossen werden. Aufgrund der mittlerweile immer häufiger werdenden Urnenbestattungen hatte Pastor Thomas Waubke die Idee eines „Friedwaldes“ aus Österreich dem Vorstand mitgegeben, wobei der Name „Friedwald“ wohl geschützt ist. Statt eines Grabsteins und Blumen soll dabei ein Baum die Grabstätte zieren. Grundsätzlich nicht abgeneigt beschloss der Vorstand, diese Idee weiter vorzutragen, allerdings als Moderator und am Ende vielleicht Organisator. Kurzfristig wird der Dorfverein Windhausen die Sitzgruppe unter der Birke am Schlungweg erneuern. „Das Holz haben wir“, sagte Beck, nun seien noch die Arbeiten durchzuführen.