Dunkle Wolken über Fußball-Sparte des FC Windhausen

Der bisherige Vorstand und die Geehrten des FC Windhausen (von links): Lutz Wauge, Björn Schwarze, Andreas Mackowiak, Horst Sablotny, Gudrun Orf und Dieter Schwarze. (Foto: bo)
 
Fußball-Spartenleiter Rainer Nagel blickt pessimistisch in die Zukunft. Der Windhäuser Fußball steht vor einem „schmerzhaften Prozess“. (Foto: Sablotny)

Spartenleiter Rainer Nagel prophezeit einen schmerzhaften Prozess

Eine umfangreiche Tagesordnung handelte der FC Windhausen im Zuge seiner Jahreshauptversammlung ab. Im Mittelpunkt standen dabei die Berichte des Vorstandes und der Fachwarte. Ferner wurden satzungsgemäße Neuwahlen durchgeführt.

Von Horst Sablotny

Windhausen. Dieter Schwarze, 1. Vorsitzender, konnte neben 40 Mitgliedern des Vereins Windhausens Bürgermeister Burkhard Fricke, die Kreistagsabgeordnete Barbara Lex, Altbürgermeister Karl Schwarze sowie einige Ratsmitglieder begrüßen.
Nach Abwicklung der Regularien wurde Horst Sablotny für seine 50-jährige Mitgliedschaft im Verein geehrt. Gudrun Orf wurde für ihre 40-jährige Treue geehrt. Ehrend wurde auch dem vor Kurzem verstorbenen Mitglied Helmut Biegling gedacht.
Bei den Wahlen votierte die Versammlung für den Verbleib des amtierenden Vorstandes. Einzig auf dem Posten des stellvertretenden Vorsitzenden erfolgte eine Änderung. Jörn Broihan trat die Nachfolge von Lutz Wauge an.
Bürgermeister Fricke nahm seine Grußworte zum Anlass, einen Sachstandsbericht über den Verlauf der Bauarbeiten im Saal der Dorfgemeinschaftsanlage „Alte Burg“ abzugeben. Fricke dankte vor allem Günter Beck, Achim Beck, Reiner Flügge und Martin Lau, die durch ihr Engagement einen großen Anteil am Erfolg des Umbaus hätten.
In seinem Jahresbericht ging der Vorsitzende des FC, Dieter Schwarze, auf die Ereignisse des vergangenen Jahres ein. Die Mitglieder des Sportvereins hätten, nach Aussagen von Schwarze, großartige Arbeit geleistet. Die Sanierungsarbeiten im Saal seien gut vorangegangen. Einzig das Engagement in der Breite bemängelte der Chef des FC. Nach seinen Angaben hätten sich durchaus mehr Mitglieder aktiv einbringen können. Besonderen Dank richtete Schwarze in Richtung der Samtgemeinde und der benachbarten Vereine. Den Vereinen dankte er für die Bereitstellung ihrer Sportanlagen und der Samtgemeinde für Gelder aus dem Konjunkturpaket II. Durch die Dachdämmung und den Einbau einer Fußbodenheizung seien, so Schwarze, schon heute Energieeinspareffekte feststellbar.
Gemeinsam mit Kassenwart Björn Schwarze führte der 1. Vorsitzende aus, dass die Baumaßnahmen den Verein trotz Unterstützung der Samtgemeinde und anderer Sponsoren viel Geld gekostet habe. Der Kassenbestand sei drastisch geschrumpft, werde sich jedoch erholen, sobald bereits zugesagte Zuschüsse der Gemeinde und des Kreissportbundes flössen.
Schlechte Nachrichten hatte indes Reiner Nagel, Leiter der Sparte Fußball, der Versammlung zu verkünden. Ist der Spielbetrieb der 1. Herrenmannschaft gegenwärtig noch für die Zukunft sicher, zögen über der Zukunft der 2. Mannschaft zunehmend dunkle Wolken auf. Es sei fraglich, so den Ausführungen des Spartenleiters zu entnehmen, ob die 2. Herren der SG Windhausen/Gittelde in der nächsten Spielzeit noch gemeldet werden kann. Dies hätte zur Folge, dass in Windhausen im Jahr 2011 keine Herrenspiele mehr stattfinden. Nagel beendete seine Ausführungen mit der Aussage, dass die Fußball-Sparte einen schmerzhaften Prozess durchlaufe, an dessen Ende ein großes Fragezeichen steht.
Diese Sorgen teilt die „Alte Herren“ des FC glücklicherweise nicht, kam im Bericht von „Alt-Herren-Chef“ Günter Friedrichs zum Ausdruck. Mit dem Spielbetrieb hat die Alt-Herren-Truppe nichts mehr am Hut. Vielmehr stünden bei der Gruppe um Friedrichs Aktivitäten wie Bosseln, Vergleichsschießen oder Wandern auf dem Programm. Den Höhepunkt der Aktivitäten bildete die Teilnahme am Schützenfest.
Andreas Mackowiak, Spartenleiter Tischtennis, berichtete über den Zusammenschluss mit Spielern aus Bad Grund. Auch die Tabellensituationen der Mannschaften seien erfreulich. 19 aktive Spieler sind gemeldet und treten in insgesamt drei Klassen an.
Turnlehrer Werner Bohnen erläuterte, dass die Beteiligung am Kinderturnen zu wünschen übrig lasse. Gründe dafür vermutet Bohnen in der Schulform der Ganztagsschulen. Die Berichte der Jedermann-Turngruppe, der Damen-Gymnastik-Gruppe und der Nordic-Walking-Sparte waren indes positiver Natur.
Beim Kassenbericht von Burkhard Fricke und Karin Lampenscherf gab es nichts zu beanstanden. Die Versammlung votierte einstimmig für die Entlastung des Vorstandes.
Zum Ende der Versammlung berichtete Schwarze über anstehende Aktivitäten des Vereins und forderte die Mitglieder dazu auf, sich an den Vorbereitungen für das 90-jährige Bestehen des Vereins im nächsten Jahr stark zu machen.