Einweihungsfeier zu Erntedank

Die Kinder bedanken sich bei Architektin Birgit Abitzsch (links) und einigen Firmenvertretern für ihren unermüdlichen Einsatz.

Viele Windhäuser wohnten dem Gottesdienst am vergangenen Wochenende in der neu renovierten St.-Johannis-Kirche bei

Propst Thomas Gleicher bezeichnete den warmen Grauton, in welchem die Windhäuser St.-Johannis-Kirche jetzt erstrahlt, während des sehr gut besuchten Erntedank- und Einweihungsgottesdienstes am vergangenen Sonntag als sensationelle Bereicherung für das Ortsbild. Das etwa 200 Jahre alte Gemäuer erstrahlt jetzt in einem neuen Glanz. Dafür hatten einige Firmen unter Leitung von Birgit Abitzsch, die Architektin des Landeskirchenamtes, gesorgt.

Es ging bei der Renovierung darum, morsche Schwellen auszutauschen, viele Felder des Fachwerks neu zu verputzen sowie alle sechs Fenster im unteren Bereich zu renovieren. Auch die Uhr an der Ostseite der Kirche erstrahlt jetzt frisch vergoldet in neuem Glanz.
„Die St.-Johannis-Kirche ist wirklich ein absoluter Hingucker geworden“, sagte Ortsbürgermeister Burkhard Fricke während seiner Rede. Er dankte im Namen des Ortsrates sowie des Gemeindebürgermeisters Harald Dietzmann allen ehrenamtlichen Helfern, Spendern und Firmen. Wie es beim Einzug in ein frisch renoviertes Gebäude üblich ist, hatte Fricke Brot und Salz mitgebracht.
Propst Gleicher betonte in seiner Predigt, dass es vielfältige Ernten gebe. Nicht nur beim Einbringen von Getreide, Obst und Gemüse sollte davon gesprochen werden. Bei guten Dienstleistungen könne man sich auf eine ebenso erfreuliche Ernte freuen. Ebenfalls eine große Ernte sei der seit Jahrzehnten in Europa vorherrschende Frieden, der aus einer friedlichen Gemeinschaft erblüht sei.
Allerdings erschrecke Gleicher die Respektlosigkeit gegenüber gesunder Nahrung, die in Unmengen weggeworfen wird. Das geschehe nicht etwa, weil sie verdorben ist, sondern weil sie im Überfluss erworben wird. „Jeder sollte sich angewöhnen, nur so viel zu kaufen, wie er benötigt, dann könnte auch den Menschen geholfen werden, die hungern müssen. Wir leben schon in einem tollen Land, aber es könne allein mit dem respektvollen Umgang mit Lebensmitteln noch mehr im Interesse anderer getan werden”, sagte Gleicher.
Die liturgische Feier befasste sich jedoch nicht ausnahmslos mit der Wiedereinweihung und dem Erntedankfest. Pfarrer Waubke gab den Vorkonfirmanden auch die Gelegenheit dazu, sich vorzustellen. Außerdem wurde der Gottesdienst musikalisch umrahmt. Dafür sorgten die Martinsbläser, Organist Peter Wendlandt und die Ohrwürmer.