Entenrennen fesselt die Windhäuser

Bürgermeister Fricke war mit vollem Einsatz bei der Sache.

Traditionelle Ferienpassaktion der SPD-Ortsgruppe ist ein Teilnehmer- und Besuchermagnet

Mit dem Entenrennen auf dem Schlungbach fesselte jüngst ein sportliches und gesellschaftliches Ereignis die Bewohner in Windhausen. Weit über 30 Jungen und Mädchen traten bei dem traditionellen Ferien-Wettbewerb der SPD-Ortsgruppe Windhausen an, um ihre Ente möglichst als Erste die gut 300 Meter lange Strecke entlang schwimmen zu sehen. Und wie bei jeder anderen sportlichen Großveranstaltung auch gab es Sieger und Verlierer, pure Freude oder auch Tränen.
Das lag sogar manchmal sehr eng beieinander. Die Geschwister Mia und Ole Nienstedt starteten beide mit ihren Enten im ersten Vorlauf. Ständig wechselte die Führung, Bürgermeister Burkhard Fricke, der hinter den gelben Gummienten herwatete, um hängen gebliebene Wettkämpfer zu befreien, hatte wenig Anschubhilfe zu geben. Auf den letzten Metern vor dem Ziel konnte Oles Ente dann ganz wie Usain Bolt in London über die 100-Meter-Spirntstrecke locker ausplanschen, so groß war der Vorsprung, so groß war auch Oles Freude über das erreichte Finale. „Die Ente ist gut drauf“, freute sich der Siebenjährige. Die vierjährige Mia hingegen war traurig. Als Vorletzte hatte Zielrichter Jürgen Beck ihr Entchen im Ziel aus dem Wasser gefischt. Das Aus der Ente sorgte für einen kleinen Sturzbach aus den Augen der enttäuschten Entenmutter. Und zu allem Überfluss hatte der große Bruder Ole nicht ein Wort des Trostes parat. So musste Mamas Hosenbein zum anschmiegen herhalten, während Ole noch einmal den Wasserlauf inspizierte.
Nach den Vorläufen, die mit bis zu zehn Enten bestückt waren, stand dann endlich irgendwann das Finale an. Hier konnte Oles Ente aber bei weitem nicht an die Leistung im Vorlauf anknüpfen und landete lediglich auf Platz 9. Ein Malheur unterlief im Finale auch dem Veranstalter. Denn die Nachhut, die stecken gebliebene Entchen mit neuem Schwung versehen sollte, übersah die Ente von Jannick Lindner. Erst als sie im Ziel ver­misst wurde, fiel das Missgeschick auf. Somit nur Zehnter im Finale durfte sich Jannick aber über einen zusätzlichen Trostpreis freuen. Gewonnen hatte am Ende nicht nur Nils Wirges, der die schnellste Ente im Finale stellte und Finley Hilgenfeld und Anna Mehlhorn auf die Plätze verdrängte, sondern letztlich alle Kinder. Denn neben Bratwurst und Freigetränk durfte sich jedes Kind über einen Sachpreis nebst Urkunde freuen. Da lächelte auch Mia wieder.