Feuerwehren funken jetzt digital

Der Antrag für Fördergelder für die Straßenbaumaßnahme Mühlenbeu in Eisdorf ist seit Februar dieses Jahres gestellt. Eine Entscheidung steht noch aus. (Foto: Niemann)

Bad Grunds Bau-, Umwelt- und Feuerwehrausschuss stimmte über zahlreiche Beschlussvorlagen ab

Seit dem 1. Juni verfügen die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Bad Grund über Digitalfunk. Das berichtete der Gemeindebrandmeister Karsten Krügener auf der jüngsten Sitzung des Bau-, Umwelt- und Feuerschutzausschusses am vergangenen Dienstag.

Schon zuvor waren die Fahrzeuge mit digitalem Funk ausgestattet worden, sodass eine reibungslose Umstellung erfolgen konnte. Weiter berichtete Krügener, dass man bis zum Jahr 2020 neue Atemschutzgeräte anschaffen müsse, da keine Ersatzteile mehr zu bekommen seien. Dabei rechne man mit Kosten von etwa 30.000 Euro. Zudem berichtete Krügener, dass die Jugendfeuerwehr-Wettbewerbe der Gemeinde gut verlaufen seien.
Im weiteren Verlauf verabschiedeten die Ausschussmitglieder einstimmig mehrere Beschlussvorlagen. So auch die über das Grünpflegekonzept, das laut dem Fachbereichsleiter Bau- und Ordnungverwaltung Fred Langner nach Gesprächsterminen zusammen mit den Ortsräten beleuchtet und überarbeitet worden sei. Um nur ein Beispiel zu nennen, habe man sich darauf geeinigt, den Spielfeldern und Spielplätzen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, alles im Rahmen des Möglichen des Haushaltsbudgets. „Gemeinschaftlich haben wir das gut hinbekommen“, so Langner „ich denke, dass sich jede Ortschaft in diesem Konzept wiederfinden kann“.
Bei einer weiteren Beschlussvorlage handelte es sich um die Änderung des Bebauungsplanes Königswegs in Eisdorf. Hier hat der Eigentümer des Landhauses am Pagenberg vor, das Wohnhaus in eine Tagespflegeeinrichtung umzuwandeln. Der Eisdorfer Ortsrat habe diesem Vorhaben zugestimmt, so Langner, eventuell anfallende Kosten hat der Antragsteller zu zahlen. Ebenso verabschiedete der Ausschuss die Straßenbaumaßnahme Am Mühlenbeu. Die Beschlussvorlage sei das Ergebnis aus der Zusammenkunft mit den Anliegern. Der Förderantrag sei vorsorglich schon im Februar gestellt worden. Eine Entscheidung stünde jedoch noch aus, sagte der Fachbereichsleiter. Die reinen Straßenbaukosten belaufen sich einschließlich der nicht beitragsfähigen Sanierung vorläufig auf rund 546.000 Euro. Dazu kommen noch Planungskosten, und im Bereich Straßenzug Mühlenbeu 2 noch ein 50-prozentiger Anteil am neu zu verlegenden Regenwasserkanal. Nach derzeitigem Stand beläuft sich das Gesamtvolumen der Straßenbaumaßnahme auf rund 680.000 Euro.
Letzter Tagesordnungspunkt war die Straßenbaumaßnahme Am Rösteberg in Bad Grund, den man jedoch nochmal in die Fraktionen und Ortsräte verlegen will, da es noch Unstimmigkeiten zu den einzelnen Bauausführungen gibt. Diesbezüglich werde man nochmal mit dem beauftragten Ingenieurbüro zusammenkommen, um die Kosten gegeneinander abzuwägen. Zum Schluss fragte Heiko de Vries (CDU) an, ob man nicht auch für die Straßen auf der Bad-Grund-Internetseite eine Möglichkeit zur Meldung der Schäden schaffen könne, wie es sie bereits für defekte Straßenlaternen gibt.