Für Sport ist seit 90 Jahren der FC Windhausen zuständig

Aller Anfang ist schwer. Die ersten Jahre musste der FC Windhausen ohne Fuballplatz auskommen. Später wurde dann in Eigeninitiative ein eigener Platz erbaut.
 
Die Sportler des FC Windhausen hatten in der 90-jährigen Vereinsgeschichte häufiger mit Unwägbarkeiten zu kämpfen. Hier präsentiert sich eine Mannschaft in schicken Trikots.

Geburtstag wird mit einem großen Festprogramm gefeiert / Jubiläumsbrunch am Sonntag, 1. April

Von Maximilian Strache, Windhausen

Kinder wie die Zeit vergeht. Dieser Satz könnte aus dem Mund der Großeltern kommen, wenn sie ihre lieben Enkelkinder nach langer Zeit mal wieder zu Gesicht bekommen und feststellen, dass der Nachwuchs einen gewaltigen „Schuss“ gemacht hat.
„Kinder wie die Zeit vergeht.“ Dieser Satz wird jetzt wahrscheinlich auch häufiger als sonst in Windhausen Gehör finden, da in diesem Jahr, genauer gesagt im April 2012, der örtliche Sportverein, der FC Windhausen, sein 90-jähriges Bestehen feiert.
Am 1. April 1922 wurde der FC Windhausen, wie es schon die Bezeichnung verrät, als Fußballclub gegründet. An der Gründung des Vereins waren Willi Schönemann, Wilhelm Friedrichs, August Beyer, Karl Ricke, Karl Meier, Karl Ohse, Karl Wiese, Willi Sander, Karl Peinemann und Willi Piepenschneider beteiligt.
Zu Beginn hatten die Fußballfreunde mit einigen Unwägbarkeiten zu kämpfen, die in der heutigen Zeit kaum noch vorstellbar sind. Denn in den Jahren 1922 bis 1931 verfügte der neugegründete Fußballclub über keinen eigenen Sportplatz. Das runde Leder konnte nur rollen, wenn die Wiesen abgeerntet waren. Überwiegend dienten der Schützenplatz an der Oberen Harzstraße/Waldweg und die Grund-Wiesen den Fußballern als Spielstätte. Im Jahr 1931 wurde dann in den Grundwiesen der erste eigene Fußballplatz erbaut. Der Platz war 43 x 70-Meter groß.
Mit Beginn des zweiten Weltkrieges stand der Sportbetrieb nahezu still. Nach Ende des Krieges mussten die Sportfreunde erneut mit Unwägbarkeiten zurecht kommen. Es fehlte an allem, was für einen funktionierenden Spielbetrieb benötigt wird. Bälle, Trikots oder Schuhe, nichts war vorhanden. Erst durch einen Kredit vom damaligen Vereinswirt Wilhelm Wernheuer konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden. Die Militärregierung erteilte die Genehmigung. Am 23. November 1945 beschlossen die Verantwortlichen einen Turnsparte zu gründen und das Fußballspiel fortzusetzen. Der Verein firmierte ab sofort unter der Bezeichnung TSV Windhausen.
Erst am 17. Februar 1946 wurde beim Treffen des Kreissportbundes in Seesen beschlossen, dass der Verein wieder seinen Gründungsnamen FC Windhausen tragen solle.
In den folgenden entwickelt sich der Verein prächtig. Neue Sparten kamen hinzu und die Mitgliederzahl wuchs.
Im Jahr 1956 beschloss der Rat der Gemeinde Windhausen unter dem damaligen Bürgermeister Karl Kruse einen neuen Sportplatz zu bauen. Das bisherige Spielfeld genügte nicht mehr den Anforderungen und es wurden schon mehrfach Auflagen und Einschränkungen für den Spielbetrieb erlassen. Der Bau des Sportplatzes erfolgte dann in einer vorbildlichen Eigenleistung, allen voran der schier unermüdliche Willi Piepenschneider. 1958 erfolgte die Einweihung. Sportlich ging es für die erste Herrenmannschaft auf und ab. 1971 wurde übrigens die erste Damenmannschaft aktiv.
Im Jahr 1972 konnte ein weiterer großer Wunsch erfüllt werden. Der Bau eines eigenen Sportheims mit Umkleidekabinen und Duschmöglichkeiten.
In den siebzigern Jahren ereigneten noch viele weitere Dinge im Vereinsgeschehen. So wurde die Tischentennisabteilung wiederbelebt und eine Kinderturngruppe gegründet. Im Jahr 2007 wurde das sportliche Angebot durch eine Nordic-Walking Gruppe erweitert. In den 90 Jahren Vereinsgeschichte haben die Mitglieder gemeinsam viele Höhen und Tiefen erlebt aber stets erfolgreich gemeistert. Heute kann der Verein vor allem auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken, da es für eine Ortschaft in der Größe Windhausen mit Sicherheit nicht selbstverständlich ist, über einen derart langen Zeitraum, einen solch aktiven Sportverein zu haben.


DAS FESTPROGRAMM

Sonntag, 1. April:
9.30 Uhr Kranzniederlegung am Ehrenmal

10.15 Uhr Gottesdienst in der Dorgemeinschaftsanlage

11.30 Uhr Brunch in der Dorfgemeinschaftsanlage / Karten gibt es noch bis Dienstag, 27. März, in der Toto-Lotto Annahmestelle Karin Renneberg, beim Vorstand oder den Abteilungsleitern des Vereins (Preis 10 Euro)

Samstag, 30 Juni:
14 Uhr Samtgemeinde-Meisterschaften Leichtathletik auf dem Sportplatz in Windhausen

Freitag, 13. Juli:
18.30 Uhr Fußballspiel SGWindhausen/Alte Herren Gittelde gegen Kreisauswahl Alte Herren auf dem Windhäuser Sportplatz

Samstag, 21. Juli:
13 Uhr Großes Spielfest für Kinder an der Dorfgemeinschaftsanlage

Samstag, 4. August:
20 Uhr Großer Tanzabend in der Dorfgemeinschaftsanlage