In Badenhausen wird dem demografischen Wandel begegnet

Hier soll der Mehrgenerationstreff bis zum Sommer entstehen. (Foto: bo)

Mehrgenerationentreffpunkt soll Alt und Jung zusammenbringen / Vereinsamung verhindern

Ein Treffpunkt für Jung und Alt soll noch in diesem Jahr in Badenhausen entstehen. Mit Geräten, die sowohl bei der jungen als auch bei der älteren Generation Vitalität und Freude an der Bewegung hervorrufen sollen.

Von Sina Moser

Badenhausen. Die Idee für diesen „Mehrgenerationentreffpunkt“ kam dem SPD-Fraktionssprecher Walter Lagershausen bei der Betrachtung der demografischen Entwicklung des Ortes. 18 Prozent der Einwohner sind über 65 Jahre alt; nach Hochrechnungen der Samtgemeinde Bad Grund werden in zehn Jahren bereits 30 Prozent der Bürger diese Altersgrenze überschritten haben.
Durch die Schließung etlicher Geschäfte im Ort fehlen den älteren Menschen ihre gewohnten Treffpunkte. Isolation und Einsamkeit sind die zentralen Folgen. Der Bau des Mehrgenerationentreffpunkts soll an diesem Zustand, nach dem Wunsch Lagerhausens, etwas ändern.
Geplanter Entstehungsort des Vorhabens ist der Bürgerpark in Badenhausen; ein Kindergarten grenzt direkt an den Platz, an dem die Spiel- und Bewegungsgeräte aufgebaut werden sollen. Des Weiteren führen zwei Wege radsportbegeisterte Einheimische und Touristen direkt zum Mehrgenerationentreffpunkt. Sowohl Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann als auch Badenhausens stellvertretender Bürgermeister Walter Lagershausen hoffen auf eine positive Resonanz; schließlich sei eine solche Begegnungsstätte, mit Ausnahme von Seesen, im Westharz noch nicht verwirklicht worden.
Im Steinway-Park in Seesen ist so ein Mehrgenerationenspielplatz bereits im vergangenen Jahr eingeweiht worden. Dietzmann und Lagershausen betonten jedoch, dass die Idee für dieses Projekt bereits seit über einem Jahr in Planung sei, die Verwirklichung bisher aber an den finanziellen Mitteln scheiterte.
Momentan wird auf auf die Freigabe des Haushaltes und der Finanzen gewartet; sobald diese erfolgen, kann der Bau beginnen. Bis zu den Sommerferien soll das Projekt verwirklicht werden.
Rund 20.000 Euro stehen für das Vorhaben zur Verfügung; 8.400 Euro (42 Prozent) davon kommen durch die Förderung des ILEK (Integriertes-Ländliches-Entwicklungs-Konzept). Vier Spiel- beziehungsweise Bewegungsgeräte sollen von diesem Geld zunächst angeschafft werden. Sie sind besonders für die Bedürfnisse und körperlichen Fähigkeiten von älteren Menschen konzipiert, sollen aber in gleichem Maße das Interesse der jungen Menschen hervorrufen. Gerade auf die gemeinsamen Geräte für Jung und Alt legt das Duo großen Wert, distanziert sich aber gleichzeitig von der Vorstellung, dass die Spiel- und Bewegungsgeräte im Bürgerpark einem Parcours gleichen könnten. Im Mittelpunkt steht ein neuer Treffpunkt mit der Möglichkeit, sich allein oder zu zweit zu bewegen. Auch Sportvereinen soll dieser Platz zur Verfügung gestellt werden.
Doch die Geräte sind kostspielig. Um weitere anzuschaffen, ist die Gemeinde auf Spenden angewiesen. Besteht Interesse, dieses Projekt zu unterstützen, steht Walter Lagershausen unter der Telefonnummer (05522) 951137 für Rückfragen zur Verfügung.