Kindergärten sind zum Sparen angehalten

Bei den Kosten für die Reinigung der Kindergärten sollen in den nächsten drei Jahren, jährlich 4.500 Euro eingespart werden. (Foto: Strache)

Einzelintegrationsmaßnahmen sollen künftig möglich sein

Von Petra Bordfeld, Windhausen

Da das Thema „Kindergärten“ im Mittelpunkt der Sitzung des Ausschusses für Schule, Jugend, Soziales und Gleichstellungsfragen des Rates der Samtgemeinde Bad Grund stand, hatte sich eine Vielzahl an Zuhörern im Sitzungssaal des Windhäuser Rathauses eingefunden.
Sie alle wollten erfahren, wie es um die Erweiterung der Betreuungszeiten in den Kindergärten und Kindertagesstätten steht, welche der Rat trotz der überaus schwierigen finanziellen Lage auch zukünftig den Wünschen der Eltern anpassen möchte. Aus dem Grund sollten mittlerweile alle Eltern einen Umfragebogen erhalten haben, in dem derzeitige und weiter gewünschte Betreuungszeiten angegeben werden sollen. Die Bögen sollen bis spätestens zum 30. Juni bei der Leitung des jeweiligen Kindergartens abgegeben werden.
Dem Vorschlag des Kirchenkreisamtes Osterode zur Erweiterung der Öffnungszeiten im Eisdorfer Kindergarten wurde dahingehend zugestimmt, diesen zu berücksichtigen, wenn die Umfragebögen ausgewertet sind.
Dem Vertrag über die Trägerschaft der Kindergärten wurde zugestimmt. Im Zusammenhang mit der Beratung über einen neuen Vertrag hat der Arbeitskreis Kindergärten vorgeschlagen, die Reinigungskosten der Kindergärten, die gegenwärtig rund 70.000 Euro betragen, in den nächsten drei Jahren um jährlich 4.500 Euro zu senken. Auch die Regiekosten, das ist der Aufwand, den die Träger der Samtgemeinde dafür in Rechnung stellen, dass sie die Betriebsführung der Kindergärten übernehmen, sollen auf Vorschlag des Arbeitskreises um rund 25.000 Euro auf etwa 50.000 Euro gesenkt werden. Auch diese Kürzung soll in drei Jahresabschnitten erfolgen.
Zur Einrichtung der Krippengruppe im Kindergarten Bad Grund teilte Fachbereichsleiter Joachim Grupe mit, dass dieses Unterfangen auf einem sehr guten Weg sei, allerdings müsste die Landesschulbehörde sich endlich mal äußern, ob die finanzielle Gratwanderung der Samtgemeinde ein positives Ziel habe. Man sollte aber positiv denken: „Was lange währt, wird endlich gut.“ Denn letztendlich seien ja Mobiliar und Einrichtungsgegenstände bereits genehmigt, und somit könne der gesteckte Finanzrahmen wohl eingehalten werden.
Zum Punkt „Einzellintegrationsmaßnahmen im Kindergarten Badenhausen“ betonte Grupe, dass diese Maßnahme sehr wichtig sei und alle Fraktionen sie aus diesem Grund beschlossen haben. Es werde aber eine neutrale Einrichtung benötigt, die entscheidet, ob ein behindertes Kind geeignet ist, in eine Kindergartengruppe integriert zu werden oder nicht. An dieser Stelle sei das Gesundheitsamt gefordert. Am Ende fiel der einstimmige Beschluss, dass die Einzelintegrationsmaßnahme im evangelischen Kindergarten Badenhausen bewilligt wird. Sie darf frei von zeitlichen Begrenzungen bis zur Einschulung des Kindes durchgeführt werden. Damit sind die Türen der Kinderkrippe Badenhausen für ein Kind mit Handicap geöffnet.
Ebenso einstimmig wurde das Leitbild zur Kindertagesbetreuung im Landkreis Osterode angenommen. Darin hat der Landkreis als Träger dieser Maßnahme festgeschrieben, dass ein Qualitätsmerkmal gefunden werden muss, wenn ein Kindergarten ein behindertes Kind betreuen wolle. Dieses Leitbild wurde nicht nur von der Verwaltung, sondern insbesondere auch von Fachleuten erstellt.
Abschließend teilte Fachbereichsleiter Joachim Grupe mit, dass die Grundschule Gittelde eine offene Ganztagsschule werde und die Schulbehörde Niedersachsen pro Schuljahr für die Betreuungsleistungen 17.600 Euro als Budget zur Verfügung stelle. Das Geld steht ab August zur Verfügung. Grupe hoffe, dass die Anmeldungen der Kinder, welche die offene Ganztagsschule nutzen wollen, die 30er Grenze noch weiter überschreiten werde.
Abschließend dankte er Jugendpflegerin Melanie Henschel und deren Team für die Erarbeitung eines Ferienprogramms mit insgesamt 56 Veranstaltungen.