Mit Globol Mottenpulver in alte Zeiten reisen

Ewald Klingsöhr ist der Leiter des Windhäuser Dorsmuseums.

Windhäuser Dorfmuseum zeigt Einkaufserlebnis aus längst vergangenen Tagen

Bunte Blechdosen und kleine Holzschachteln stehen auf den Regalbrettern und ringen miteinander um die Aufmerksamkeit der Besucher. Einige werben für Zigarren und Kaffee,andere für Bonbons, Tee und Mottenpulver.

Der kleine Junge lacht für den Brandt Markenzwieback auf die Gäste in seinem Laden hinunter. Hinter dem Garten des Windhäuser Dorfmuseums können die Besucher wahre Schätze vergangener Zeiten entdecken.
Aufgereiht in Regalen stehen Dosen, in denen sich früher Onko Trinkschokolade, Machwitz Kaffee und die guten Schwartauer Bonbons befanden. Sie erzählen zusammen mit original erhaltenen Produkten, wie dem Bremer Kaffee und Töllner’s Speise-Blatt-Gelatine, von Einkäufen in heute ausgestorbenen Kaufmannsläden.
„Alles was man brauchte, hat man früher dort gekauft“, sagt Ewald Klingsöhr. Er ist der Leiter des Dorfmuseums, das unter der Trägerschaft des Harzklubzweigvereins Windhausen steht. Sein Ziel ist es, die Erinnerung an die alten „Tante-Emma-Läden“ wachzurufen und zu erhalten. Die Idee für diesen neuen Ausstellungsraum stammt aus Einkaufserlebnissen der eigenen Kindheit. Heute sind den Kindern Kaufmannsläden jedoch kaum noch bekannt. Zweck der Ausstellung ist es daher, auch den kleinen Besuchern zu zeigen, wie früher eingekauft wurde. Einer der wichtigsten Bestandteile der „Tante-Emma-Läden“ war der Verkaufstresen. Jeder Artikel verließ das Geschäft damals ausschließlich über den Ladentisch. Die Produkte und Blechdosen des Kaufmannsladens im Windhäuser Dorfmuseum gehen heute nur noch symbolisch ab und zu „über den Tresen“.
Alle Ausstellungsstücke stammen aus dem ehemaligen Kaufmannsladen in Windhausen, vom Flohmarkt oder aus Privatbesitz. Der Originalitätscharakter ermöglicht es der älteren Generation, in Kindheitserinnerungen zu schwelgen und Geschichten aus dieser Zeit an die heutige Einkaufsgeneration weiterzugeben.