Samtgemeinde weist auf Regeln bei Osterfeuern hin

Natürlicher Baum- und Strauchschnitt darf verbrannt werden / Behandeltes Holz und Reifen sind verboten

Windhausen (bo). Zur Zeit werden bereits die ersten Vorbereitungen für die Durchführung der Osterfeuer getroffen. An die Veranstalter werden in dieser Zeit vermehrt Anfragen von Gartenbesitzern gestellt, die ihren Baumschnitt, im Rahmen des Brauchtumsfeuers verbrennen lassen möchten. Jedoch muss hierbei einiges beachtet werden.
Abfälle, Laub, Rasenschnitt und andere Gartenabfälle, Sperrmüll, behandeltes Holz, Kunststoffmineralien und Reifen dürfen nicht im Rahmen des Feuers entsorgt werden. Diese müssen, falls doch angeliefert, vom Veranstalter aussortiert und einer (kostenpflichtigen) Entsorgung zugeführt werden. Die Samtgemeinde weist vorsorglich darauf hin, dass eine unzulässige Abfallentsorgung oder das zu frühe Ablagern von Brennmaterial auf den Feuerstellen als Ordnungswidrigkeit gegen die Verursacher geahndet werden kann.
Es ist anzunehmen, dass der Entledigungswille überwiegt, wenn das Material länger als 14 Tage vor dem Brauchtumsfeuer am Brennplatz gesammelt wird. Es bestehen keine Bedenken, reinen Baum- und Strauchschnitt im Rahmen eines Brauchtumsfeuers zu verbrennen. Diese Materialien dürfen jedoch nicht zu früh auf den bekannten Brauchtumsfeuerplätzen abgelagert werden, denn dies kann zur tödlichen Falle für Kleintiere werden. Das aufgeschichtete Material bietet insbesondere Igeln, Hasen, Vögeln und anderen Kleintieren Deckung und Schutz. Wird das Brauchtumsfeuer ohne die Möglichkeit der Flucht angezündet, bedeutet dies für viele Tiere den sicheren Tod.
Die Veranstalter haben daher Sorge zu tragen, dass das benötigte Brennmaterial frühestens 14 Tage vor dem Abbrennen des Brauchtumsfeuers angeliefert wird. Das Aufschichten des Materials soll auch erst an dem Tag, an dem das Brauchtumsfeuer angezündet wird, erfolgen.
Der Dank gilt den ehrenamtlich Tätigen, die durch ihre Bereitschaft zur Veranstaltung von Brauchtumsfeuern das Brauchtum in unserer Gemeinschaft pflegen.
An die Veranstalter der Brauchtumsfeuer ergeht die Bitte, diese rechtzeitig anzumelden und nach § 8 und 9 der Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der Samtgemeinde Bad Grund (Harz) vom 27. Dezember 1999 genehmigen zu lassen. Dies ist während der allgemeinen Sprechzeiten im Rathaus oder unter der Rufnummer (05327) 58163 möglich.