SPD bleibt auch in der Einheitsgemeinde die stärkste Kraft

Hinter SPD und CDU ist die Freie Wählergemeinschaft (FWG) drittstärkste Kraft im neuen Gemeinderat.

Freie Wählergmeinschaft (FWG) kann 10,29 Prozent der Stimmen auf sich vereinen

Parallel zur Landtagswahl am Sonntag wurden in der Samtgemeinde Bad Grund Kommunalwahlen durchgeführt. Dieser Schritt war wegen der Umwandlung der Samtgemeinde in eine Einheitsgemeinde zum 1. April 2013 notwendig. Im Gemeinderat, der künftig die Funktion des bisherigen Samtgemeinderates übernehmen wird, konnte sich erneut die SPD an die Spitze setzen. Die Sozialdemokraten vereinten 6.614 Stimmen auf sich, was einem Anteil von 49,91 Prozent entspricht.

Christdemokraten
holen sieben Sitze

Zweitstärkste Kraft im künftigen Gemeinderat wird die CDU sein. 3.970 Wähler stimmten für die Christdemokraten, was einem Anteil von 29,96 Prozent entspricht. Durch dieses Ergebnis gewinnt die CDU zwei Sitze im Gemeinderat hinzu.
Auf 10,29 Prozent kam die Freie Wählergemeinschaft. 1.364 Wähler machten ihr Kreuz bei den „politischen Aufsteigern“ dieser Wahl.
Für die Grünen entschieden sich nur 737 Wähler (5,56 Prozent). Die Linke kommt auf 2,28 Prozent (302 Stimmen) und die FDP auf magere 2 Prozent (265 Stimmen).
Die Wahlbeteiligung lag bei 60,18 Prozent. 4.587 von 7.622 Stimmberechtigten machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Die Wahlbeteiligung ist im Vergleich zu den Wahlen 2006 und 2011 leicht gestiegen.
Insgesamt wird es im neuen Gemeinderat 22 Sitze geben. Diese verteilen sich nach dem Ergebnis der Wahl wie folgt: 11 Sitze SPD, 7 Sitze CDU, 2 Sitze Freie Wählergemeinschaft, 1 Sitz Die Linke, 1 Sitz Die Grünen.

Dietzmann erhält über 75 Prozent der Stimmen

Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann, der als Einziger für den Posten des künftigen Bürgermeisters der Einheitsgemeinde kandidierte, konnte 76,86 Prozent der Wähler hinter sich bringen. 23,14 Prozent stimmten gegen ihn. Auf Nachfrage sagte Dietzmann, dass er „mit diesem Ergebnis hochzufrieden ist“. „Ich denke, dass ein Ergebnis von über 75 Prozent zufriedenstellend ist. Dennoch muss ich mir Gedanken darüber machen, warum sich knapp 25 Prozent der Wähler gegen mich ausgesprochen haben“, so Dietzmann. Im Jahr 2006, als sich Harald Dietzmann auch als einziger Kandidat zur Wahl stellte, stimmten noch deutlich über 80 Prozent der Bürger für ihn. Der Grund für den weiteren Zustimmungsverlust, so die Vermutung des Verwaltungschefs, könnte in der Umwandlung der Samtgemeinde in eine Einheitsgemeinde liegen. „Die Umwandlung stößt bei manchen immer noch auf Kritik und Unverständnis. Diese Wähler werden wohl mit „Nein“ votiert haben“, vermutet Dietzmann.
Das starke Abschneiden der Freien Wählergemeinschaft steht nach Ansicht Dietzmanns in engem Zusammenhang mit der Kreisfusion: „Die Freien Wähler auf Samtgemeindeebene haben stark mit der Bürgerinitiative „Für Osterode“ sympathisiert und ihre Ziele unterstützt. Ich denke, dass ihr gutes Abschneiden vor allem damit zusammenhängt.“ Die Grünen haben indes einen Sitz in dem neuen Rat verloren.