Thema „Dorferneuerung” im Mittelpunkt

Die Fläche vor dem Eisdorfer Kultur- und Sportzentrum soll umgestaltet werden. (Foto: Bordfeld)

Bau-, Umwelt- und Feuerschutzausschuss kam zur Sitzung im Windhäuser Rathaus zusammen

Während der jüngsten Sitzung des Bau-, Umwelt- und Feuerschutzausschusses der Gemeinde Bad Grund stand das Thema „Dorferneuerung“ im Mittelpunkt. Laut Fachbereichsleiter Fred Langner sei die Gemeinden-Förderung seitens des ARL (Amt für regionale Landesentwicklung, Geschäftsstelle Göttingen) von 42 Prozent brutto auf bis zu 63 Prozent brutto gestiegen, da die Gemeinde Bad Grund über eine relativ schwache Steuerkraft verfüge. Diese Steigerung werde sich im Rahmen von Straßenbaumaßnahmen auch für die Anlieger positiv auswirken. Aus diesem Grund beschloss der Ausschuss einstimmig, dem Rat der Gemeinde Bad Grund zu empfehlen, die beiden zur Diskussion stehenden Nachträge zu den Dorferneuerungsplanungen Eisdorf und Willensen anzunehmen.
Bevor diese Entschlüsse gefasst wurden, stellte Langner zunächst die zwei Projekte vor. „Es dürfte sich herumgesprochen haben, dass der Landkreis Osterode im kommenden Jahr den Ausbau der Fissekenstraße fest auf dem Plan hat und sich auch der Rat der Gemeinde Bad Grund damit bereits befasst hat, weil diese Baumaßnahme auch eng mit der Dorferneuerung in Willensen und Eisdorf in Berührung kommt”, so der Fachbereichsleiter. Der Arbeitskreis „Dorferneuerung Willensen“ hatte sich bereits mit dem beauftragten Dorferneuerungsplaner Dirk Puche aus Northeim getroffen, um einen Nachtrag für einen Fußweg in Willensen zu erarbeiten.
Auch das Dorfgemeinschaftshaus wurde während der Sitzung thematisiert, da es ebenfalls im Dorferneuerungsplan steht. Hier, so Langner, sei man sich über das Gestaltungskonzept rund um das Dorfgemeinschaftshaus unter Einbeziehung der Willensener Interessen einig geworden. „Die Anbringung eines neuen Ballfangzaunes, die Verlegung des Spielplatzes und die Sanierung der Parkflächen wurden dabei zusammengefasst. Wir schnüren aus den vielen kleinen Objekten ein großes Projekt, das, ebenso wie die Fissekenstraße, nach ganz oben auf die Prioritätenliste gerutscht ist”, so Langner.
Auch in Eisdorf hatte sich der dortige Arbeitskreis Dorferneuerung zusammengesetzt. Nach fünf Jahren seit der ursprünglichen Aufstellung wurde jetzt über den ersten Nachtrag des Dorferneuerungsplanes Eisdorf beraten, in dem es insbesondere um die Neugestaltung der Außenanlagen am Kultur- und Sportzentrum (KuSZ) geht. Weil es sich zum kulturellen, sportlichen und somit zum gesellschaftlichen Mittelpunkt der Ortschaft entwickelt habe, müsse etwas mit der Außenanlage geschehen, so Fred Langner. So soll die Fläche um den Eingangsbereich zu einem nutzungsfähigen Platz umgebaut werden. Dabei sollen auch vernünftige Parkplätze aus den bisherigen Notlösungen entstehen. Dafür werde ein Kostenaufwand von vorläufig etwa 38.500 Euro einkalkuliert. Das Terrassendach soll mit einstimmigem Votum des Arbeitskreises ein Dach aus Sicherheitsglas erhalten.
Am Ende, so Langner, habe auch der Arbeitskreis „Dorferneuerung Eisdorf“ dem Rat der Gemeinde Bad Grund empfohlen, die vorliegende Fassung zu beschließen. Gleiches tat nun auch der Bau-, Umwelt- und Feuerschutz. Der Fachbereichsleiter kam aber auch auf das Thema „Dorferneuung für Privatleute“ zu sprechen. Sehr wichtig sei hierbei die Neuerung, dass Anträge für das kommende Jahr bis spätestens 15. Februar beim Amt in Göttingen eingereicht werden müssen. Diese wichtige Terminlage gelte auch für private Antragsteller. „Wenn es jetzt noch Interessenten gibt, die für 2016 einen Antrag stellen möchten, so müssen sie das bis zum 15. Februar tun”, sagte Langner abschließend.