Verträge für die evangelischen Kindergärten

Inge Jünemann (Kirchenvorstand Eisdorf) überreicht den Vertrag an Joachim Grupe und Mike Südekum (Kirchenvorstand Badenhausen) an Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann. (Foto: Bordfeld)

Alle Kindergärten in der Samtgemeinde haben nun gleichlautende Bedingungen

Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann und Joachim Grupe trafen sich jetzt mit Vertretern der evangelischen Kindergärten in der Samtgemeinde Bad Grund zur Übergabe von Betriebsführungsverträgen im Rathaus Windhausen.
Die Kirchenvorsteher Inge Jünemann und Tobias Armbrecht von der Kirchengemeinde Eisdorf und Mike Südekum aus Badenhausen, Martina Lagershausen, Leiterin des Kindergartens Badenhausen, Pastor Thomas Waubke sowie Michael Steinke und Doris Fröhlich als Sachbearbeiter waren bei diesem feierlichen Treffen dabei.
Die Verträge regeln die Rechte und Pflichten der Partner für den Betrieb der Kindergärten. Sie beinhalten die Betriebsführung der Kindergärten durch die Kirchengemeinden, in denen festgelegt ist, welche Aufgaben die Kirche im Rahmen der Betriebsführung zu erfüllen hat. Diese stellt als Träger das Personal und sorgt für die Planung und die inhaltliche pädagogische Gestaltung des Kindergartenbetriebes. Die Samtgemeinde beteiligt sich durch eine sogenannte „Defizitabdeckung“ an den Gesamtkosten. Es geht also um die Zusammenarbeit zwischen der Samtgemeinde Bad Grund und den Kirchengemeinden.
Mit dem Abschluss der Verträge durch die Kirchengemeinden liegen nunmehr für alle fünf Kindergärten gleichlautende Verträge vor. Das DRK hatte bereits die Verträge für die Kindergärten Bad Grund, Gittelde und Windhausen unterzeichnet. Oberstes Anliegen für die Neugestaltung der Verträge war für die Samtgemeinde, dass dadurch eine Gleichbehandlung aller Träger und damit auch aller Kindergärten innerhalb der Samtgemeinde sichergestellt werden sollte.
Dem Vertragsabschluss seien allerdings langwierige Verhandlungen voraus gegangen, weil kirchliches und kommunales Recht miteinander in Einklang gebracht werden musste, so Harald Dietzmann. Man habe Kompromisse gefunden, die von beiden Seiten voll akzeptiert werden. „Letztendlich schließt man Verträge, um sich zu vertragen“, so der Samtgemeindebürgermeister.
Pastor Waubke resümierte, man habe in der Zeit gelernt, auf Augenhöhe miteinander zu verhandeln. „Manchmal muss man sich auseinandersetzen, um wieder zusammen zu kommen.“
Joachim Grupe meinte zu dem Thema, dass es im Interesse beider Seiten und der Kinder wichtig sei, dass man wirklich alles „abgeklopft“ und viele Einzelheiten sowie Eckpunkte ausgearbeitet und festgelegt habe. Trotzdem müsse die Entwicklung in allen fünf Einrichtungen im Auge behalten werden, damit nicht eine irgendwann die Pforten an Ermangelung von finanziellen Mitteln oder aufgrund schwindender Kinderzahlen schließen müsse.
Dietzmann betonte in diesem Zusammenhang, dass dies auch für die Schulen in der Samtgemeinde gelten müsse, daran dürfe sich auch nichts ändern, wenn im kommenden Jahr eine Einheitsgemeinde entsteht.