Was wird aus den Gemeinden?

Thomas Burghardt gab Antworten auf die Frage: Was wird mit den Kirchengemeinden Badenhausen und Windhausen geschehen? 

Infos zum Thema Fusion der Kirchengemeinden Windhausen/Badenhausen zusammengetragen

Aus zwei wird eins? – „Die geplante Zusammenlegung der beiden Kirchengemeinden Windhausen und Badenhausen“ war das große Thema der Pfarrverbandsversammlung, zu welcher beide Kirchenvorstände in die St. Johannis-Kirche geladen hatten. Diese Frage hatte einige interessierte Bürger in das Windhäuser Gotteshaus gelockt, wo sie von der Ersten Vorsitzenden des Kirchenvorstandes, Sabine Pisowodzki, begrüßt wurden.

Nach einigen einleitenden Worten übergab sie das Wort an Thomas Burghardt, der für die Kirchenvorstände die Informationen zum Thema Fusion zusammengetragen hatte. Er erläuterte, warum sich die Kirchenvorstände beider Gemeinden zum Zusammenschluss im kommenden Jahr entschließen könnten.
Das Hauptargument basiert auf den Vorgaben der Braunschweiger Landeskirche, die eine „Regionalisierung“ in den nächsten Jahren anstrebt. Zurzeit seien noch 300 Pfarrer in 400 Gemeinden beschäftigt. Schon in sechs Jahren könnten es nur noch 170 Pfarrer in den bestehenden 13 Propsteien sein.
So plane die Propstei Seesen eine Schaffung von „Gestaltungsräumen“ mit mindestens drei bis maximal fünf Gemeinden und mindestens drei vollen Pfarrstellen. Bei der „Baustelle Zukunft“ stelle sich nun die Frage: Was wäre wenn? Bislang haben Badenhausen und Windhausen je einen Kirchenvorstand, einen Haushalt und eine Rechnungsführung, getrennte Kirchenbücher, eine eigene Beurkundung sowie einen Kollektenplan. Beide Kirchenvorstände treffen sich aber bereits zu zwei gemeinsamen Sitzungen im Jahr. In den Händen des Badenhäuser Kirchenvorstandes liegt die Verwaltung des Kindergartens. Werden nun beide, bisher selbständigen Kirchengemeinden, zu einer Kirchengemeinde umfunktioniert, würden auch die jetzt bestehenden Kirchenvorstände personell zusammengelegt werden. Es blieben die beiden Predigtstellen St.- Martin-Kirche und St.-Johannis-Kirche ebenso erhalten, wie das Pfarrhaus und das Pfarrbüro in Badenhausen. Gleiches gelte für die vielen Festangestellten und Ehrenamtlichen. Es käme jedoch zu einer vereinfachten Verwaltung, weil es nur noch einen Haushalt, ein Kirchenbuch, einen Kollektenplan und eine Beurkundung geben würde. Bei den Wahlen 2018 würde dann ein gemeinsam gewählter Kirchenvorstand ins Amt berufen werden. All diese Zukunftsgedanken machten deutlich, so Burghardt, dass es günstig sei, sich für eine großflächige und zahlenmäßig hohe Gemeinde stark zu machen, zumal sich der Verteilungsschlüssel der Kirchensteuermittel demnächst aus der Fläche und Gemeindemitgliederzahl berechne.
In der anschließenden Diskussion spiegelten sich verschiedene Ansichten wider: So kam die Trauer über den Verlust der eigenen Kirchenbücher ebenso zur Sprache, wie die Erleichterung darüber, dass mit dem Zusammenschluss im Moment keine Kürzungen an der Pfarrstelle oder des den Gemeinden zur Verfügung stehenden Budgets verbunden sind. Auch wurde noch einmal klar gemacht, dass es weiterhin regelmäßige Gottesdienste und Veranstaltungen in Windhausen geben werde.