Windhäuser Schützen fehlt der 1. Vorsitzende

Die Windhäuser Schützengesellschaft wird zunächst kommissarisch geführt. Diese Aufgabe übernimmt der bisherige 2. Vorsitzende Christian Rogge. (Foto: Bordfeld)

2. Vorsitzender Christian Rogge übernimmt 1. Vorsitz kommissarisch, da ihm die Zustimmung verweigert wurde

Windhausen (pb). Seit ihrer Jahreshauptversammlung hat die Schützengesellschaft Windhausen keinen ersten Vorsitzenden mehr, denn Rüdiger Oppermann hatte schon im Vorfeld kundgetan, dass er aus gesundheitlichen Gründen das Amt niederlegen wird. Da die Versammlung seinem Vorschlag nicht nachkam, den zweiten Vorsitzenden, Christian Rogge, in dieses Amt zu wählen, wird dieser diesen Posten bis auf Weiteres erst einmal kommissarisch ausüben. Dieser Eklat führte aber nicht dazu, dass das Schützenfest 2013 nicht ausgerichtet wird.
Rüdiger Oppermann mahnte zu diesem Punkt an, dass sich überlegt werden müsse, wie groß die nur noch 58 Mitglieder zählende Schützengesellschaft dieses Volksfest ausrichten will. Fest steht zwar, das es vom 21. bis 23. Juni über die Bühne gehen soll, ebenso fest stünde aber auch, dass bei der Anmietung von Kapellen gespart werden müsse. In jedem Falle habe er schon einmal den Saal in der Alten Burg und den Festplatz vorausschauend reserviert. In jedem Fall müsse mit allen Windhäusener Vereinen gesprochen werden, ob sie mit in das Schützenfestboot einsteigen wollen.
Bevor aber diese beiden wichtigen Punkte angesprochen wurden, legte Oppermann erst einmal seinen Bericht vor, in dem er insbesondere aufs Bogenschießen einging. Da im Saal der Alten Burg kein Bogenschießen mehr stattfinden kann, soll es immer dann durchgeführt werden, wenn im Schützenhaus Schießen angesetzt ist. Allerdings soll diese Aktion auf eine Bahn beschränkt werden, und ein erfahrener Bogenschütze darf Neulinge einweisen. Im Winter darf dann auch im Schützenhaus mit Pfeil und Bogen geschossen werden.
Da die Beteiligung beim Kleinkaliber, beim Luftgewehr und der Luftpistole nicht mehr so groß ist, sollen diese drei Disziplinen im Wechsel freitags und sonntags stattfinden. Mit der Sportpistole wird bei Interesse geschossen. Für diese neue Maßnahme wird eine Liste erstellt.
Oppermann ging aber auch auf seinen Rücktritt nach sieben Jahren ein. Er habe im Prinzip nur für den Verein gelebt. Der Kreisverband und der Landesverband hätten seine Arbeit auch mit der Verleihung der bronzenen beziehungsweise silbernen Ehrennadel gewürdigt. Die Situation an seiner Arbeitsstelle und die angegriffene Gesundheit hätten ihn zu diesem nicht leichten Schritt bewegt. Dass er nicht mehr erster Vorsitzender ist, heiße für ihn aber nicht, dass er dem Verein den Rücken kehrt. Er werde immer da sein, wenn es was zu organisieren gibt – wie beispielsweise das Schützenfest.
Kassenwart Siegfried Feis erinnerte daran, dass Oppermann 2005 als erster Vorsitzender ins kalte Wasser geschmissen worden sei. Er habe sich aber freigeschwommen und sehr viel für den Verein getan. Dafür sprach er ihm im Namen des gesamten Vorstandes ein großes Dankeschön aus.
Im weiteren Verlauf der Versammlung im vereinseigenen Schützenhaus gab es aber auch Ehrungen und einen ganz besonderen Wanderpokal. Weil Bernd Piepenschneider bereits seit 50 Jahren der Schützengesellschaft die Treue hält, durfte er die Ehrennadel in Gold entgegennehmen. Diese Auszeichnung in Silber erfuhr Werner Schütte für seine 25-jährige Mitgliedschaft.
Außerdem überreichte Hartwig Schönemann, Leiter LG/LP, an Manfred Schaube und Kurt Kasseborn das silberne sowie an Gisela Schünemann, Manfred Schrauber, Carmen Berkefeld und Fritz Berkefeld das bronzene Leistungsabzeichen.
Manfred Schaube stellte einen recht rustikalen Wanderpokal vor, den er dem Verein stiftete. Wenn der ausgeschossen wird, geht es übrigens auch um kleine Geldbeträge.
Letztendlich galt es noch einen stellvertretenden Kassenprüfer zu wählen, und die Versammlung stimmte für Andreas Hanke.