Da ist nichts zu retten: Verbindungsbrücke am Hübichenstein muss komplett erneuert werden

KTV-Vorsitzender Karl-Hermann Rotte rechnet mit Fertigstellung innerhalb der nächsten zwei Monate

Die umgestürzte Buche hat die Brücke zerstört.

Bad Grund. So ein Pech: Ausgerechnet auf die Verbindungsbrücke zwischen den beiden Felsnadeln des Hübichensteins ist vor wenigen Tagen eine stattliche Buche gefallen (der „Beobachter“ berichtete).

Am Mittwochnachmittag hatten sich denn auch vor Ort Revierförster Jan-Ole Kropla – die Niedersächsischen Landesforsten sind bekanntlich Eigentümer des Areals – sowie der Vorsitzende des Kur- und Touristikvereins (KTV) Bad Grund, Karl-Hermann Rotte, vor Ort getroffen, um den Schaden gemeinsam zu begutachten. Dabei hat sich im Grunde genommen das bestätigt, was bereits auf den ersten Blick zu befürchten war: Die Brücke ist zerstört und muss komplett erneuert werden.

„Neben den Holzelementen ist vor allem die Stahlkonstruktion stark in Mitleidenschaft gezogen“, so Rotte im Gespräch mit dem „Beobachter“. Entsprechender Ersatz muss her, das Ganze dann auch wieder einbetoniert werden. Dass man hier schnell handeln will, um den Zugang beziehungsweise Aufstieg zu dem markanten Kalksteinfelsen mit Doppelgipfel wieder zu gewährleisten, steht außer Frage. Für die Bergstadt ist dieses überregional vom Geopark Harz/Braunschweiger Land/Ostfalen als „Landmarke Nr. 1“ beworbene Wanderziel von großer touristischer Bedeutung. Schon Johann Wolfgang von Goethe hat ihn einst besucht.

Auf den KTV als Pächter, dem auch die Verkehrssicherungspflicht obliegt, kommt einiges zu. „Wir müssen jetzt erst einmal schauen, wie sich das versicherungstechnisch darstellt. Und dann müssen wir uns natürlich auf die Suche nach einer entsprechenden Baufirma beziehungsweise nach einem Tischler begeben“, sagt der KTV-Chef. Aber Karl-Hermann Rotte gibt sich auch optimistisch. Der Aufgang zum Hübichenstein wird vorerst zwar erst einmal „dicht“ gemacht, aber noch in diesem Frühjahr, sprich: im Verlauf der nächsten zwei Monate, sollten die Reparatur- und Erneuerungsarbeiten nach seinen Worten erledigt sein. Dann können die Besucher beziehungsweise Wanderer über die in den Fels gehauenen Stufen wieder Kurs Richtung Gipfel nehmen und den Blick über Bad Grund und den Steinbruch genießen.

Verhältnismäßig einfach zu lösen ist dagegen das Problem des abgebrochenen Baumes, wie Förster Jan-Ole Kropla erklärte. „Die Buche wird von uns natürlich in den nächsten Tagen entfernt, sodass der Weg frei ist für die weiteren Arbeiten“. Warum der äußerlich eigentlich noch einen ganz gesunden Eindruck machende Baum im unteren Stammbereich abgebrochen war, ist noch nicht klar. „Ich vermute mal, da wird eine Windbö durchgegangen sein“, so Kropla. Mit einem noch anzubringenden Hinweisschild sollen die Wanderer über den Grund der Sperrung informiert werden. Schon bisher hatte die Landesforstverwaltung mit einer Metalltafel davor gewarnt, dass auf dem Weg Richtung Gipfel in besonderem Maße Gefährdungen durch absterbende Bäume bestehen.

Wanderer müssen also erst einmal den Hübichenstein-Aufstieg bei ihren Tour-Planungen aussparen. Und das gleiche gilt nach wie vor für den sogenannten Hippelweg, der vom Hübichenstein durch den Iberg zum Iberger Albertturm führt. Wie der „Beobachter“ schon mehrfach berichtete, ist auch dieser nach wie vor gesperrt. Auf dem Rundweg-Schild gegenüber dem Hübichenstein ist diese Route abgeklebt. Durch diese Sperrung ist auch der Karstwanderweg verlegt. Er führt jetzt ebenfalls unterhalb des Hübichensteins in Richtung Sportpark Teufelstal und von dort aus über das HöhlenErlebnisZentrum zum Iberger Albertturm.kno

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