„Ein absolutes Erfolgsmodell“

Frauenfrühstück Gittelde feierte seinen zehnten „Geburtstag“

Das Team des Frauenfrühstücks Gittelde freute sich zusammen mit den Gästen und den Referentinnen über das zehnjährige Bestehen.

Gittelde. Erstmals nahmen an dem Frauenfrühstück Gittelde zwei Männer teil, die kein Referat halten, sondern Grußworte übermitteln wollten. Bürgermeister Harald Dietzmann und Ortsbürgermeister Olaf de Vries wollten nämlich Heide Neumann und Anna Haberer ein großes Dankeschön dafür aussprechen, dass sie vor zehn Jahren diese Aktion der Begegnung und Information aus der Taufe gehoben haben. Es gab aber noch zwei weitere Premieren. So wurde das von Pfarrerin Melanie Mittelstädt neu getextete Geburtstagslied von einem Gemischten Chor angestimmt, zum anderen erhielten die Frauen des Frühstückteams eine eigens von Ute Wilhelm gefertigte Schürze.

Doch hieß erst einmal im traditionsgemäß gut gefüllten Gemeinderaum der St.-Mauritius-Kirche Heide Neumann alle herzlich willkommen: „Ohne euch hätte es niemals zehn  Jahre Frauenfrühstück gegeben“. Sie dankte Pfarrerin Melanie Mittelstädt dafür, dass sie ihnen als Hausherrin von Anfang an eine Herberge im Gemeinderaum gegeben habe. „Wir haben uns in der Kirchengemeinde Gittelde eingenistet, und wir sind geblieben, weil es einfach gepasst hat“. Ihr Dank galt aber auch Gemeindebürgermeister Harald Dietzmann, sowie Ortsbürgermeister Olaf de Vries.

Es sei großartig, dass wieder alle beisammen seien und eine Verschnaufpause einlegen können. Seit zehn Jahren wolle eben diese Pause mit Gesprächen, Frühstück und Referenten nicht mehr missen, denn auch Geist, Herz und Körper bräuchten Nahrung. So dürfe man sicher sein, dass immer etwas mitgenommen werde. „Und das soll so bleiben“.

Anna Haberer erinnerte daran, dass sich zu dem ersten Album bereits zwei weitere hinzugesellt hätten. Alle drei erzählten für sich schöne Geschichten. So sei beispielsweise aus der anfänglichen Planung ein bewährtes Konzept geworden. „Das ist zwar ganz normal, aber doch auch außergewöhnlich“.

Melanie Mittelstädt gratulierte ebenso so herzlich und sagte Danke dafür, dass die Frauen so etwas ganz Wunderbares auf die Beine gestellt haben. „Was ihr vor zehn Jahren begonnen habt, ist ein absolutes Erfolgsmodell“. Dass diese Treffen immer voll besetzt sind, liege an dem guten Frühstück, der guten Gemeinschaft, den Gesprächen und den interessanten Vorträgen von netten Referenten. „Vor allem liegt es aber an euch, weil ihr so seid, wie ihr seid“. 

Die Vorbereitungen liefen stets mit viel Herzblut und liebevoll. Anna Haberer und Heide Neumann strahlten bei den Frauenfrühstücken Warmherzigkeit aus und könnten stets liebenswerte Menschen begrüßen.

Harald Dietzmann betonte, dass es viele Einheiten von Akteuren gebe, die das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde bereicherten, und das Frauenfrühstück sei eine Bereicherung an sich. Die Verantwortung als Bürgermeister lasse sich leichter tragen, wenn man wisse, dass viele organisatorische Einheiten und Akteure das kulturelle Leben in der Gemeinde bereicherten. Allein beim Frauenfrühstück in Gittelde seien auch Teilnehmerinnen zu sehen, die über die Grenzen der Gemeinde Bad Grund hinaus kämen. Und diese Jubiläumsfeier zeige auf, dass es sich gelohnt habe, so etwas zu organisieren und daran teilzunehmen.

Olaf de Vries freute sich ebenfalls über die große Resonanz, welche das Frauenfrühstück seit zehn Jahren zu verzeichnen habe. Schmunzelnd erinnerte er sich an die Frage seiner Frau, die 2009 wissen wollte, was er von einem derartigen Treffen halte. Er hätte geantwortet: „Das haben wir Männer auch, das nennt sich nur Stammtisch“. Dass er mit dieser Überlegung völlig falsch lag, sei ihm sehr schnell klar geworden. Denn beim Frauenfrühstück  träfen sich Frauen, um sich über wichtige Themen zu informieren und Gedanken auszutauschen. „Ich danke euch für tolle geleistete Arbeit. Der Ortsrat und ich werden euch weiterhin unterstützen“.

Nach dem Frühstück gehörte traditionsgemäß dem Referat die ganze Aufmerksamkeit.  Susanne Hausmann, Diplom-Sozialpädagogin und Expertin für Nanopathie, und Christiane Giebenrath (Management und Organisation) sprachen über das Thema „Wenn die Seele weint, schmerzt der Körper“. Sie betonten, dass sich schon viele Beschwerden und deren Auswirkungen auf die Seele bereits mit dem bloßen Auge erkennen ließen. Wenn dem nicht so sein sollte, dann  greife man zur „Nanopathie“, um alles ans Licht zu bringen. Letztendlich sei die Seele der wichtigste Körperteil.pb

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