„Es ist Zeit, den Hut abzusetzen und das Hemd auszuziehen“

Gelungene Party beim Rock an der Hindenburg / Abend war verstorbenem Thomas „Tilli“ Tilch gewidmet

Ein Höhepunkt war der Auftritt der Gruppe „Tilly B. and the Kiwi“, die ihr 20-jähriges Hindenburg-Jubiläum feiern konnte.

Badenhausen. Sommerwetter, gut aufgelegte Gäste und tolle Rockmusik: Das traditionelle Hindenburgfest der Junggesellen-Gemeinschaft Badenhausen war wieder einmal ein Höhepunkt im Kalender der Ortschaft. Nicht nur Jugendliche, sondern auch die ältere Generation kam deshalb wieder am Samstag zum Feiern unterhalb der Burgruine zusammen. Auch wenn an dem Abend ein Hauch von gemischten Gefühlen mit von der Partie war, denn das Open-Air-Event war diesmal dem Schlagzeuger Thomas Tilch gewidmet, der im vergangenen Jahr nur wenige Tage nach diesem Konzert plötzlich verstorben war.

Eigentlich war geplant, die Gruppe „Tilly B.“ in ihrer Originalbesetzung aus dem Jahr 1999, mit Michael „Tilly B“ Tilch, Jörg „The Kiwi“ Kiwitt, Daniel „The Voice“ Thiele, Thomas „Tilli Lee“ Tilch und Jörn „Doctor Detroit“ Magdeburg, auftreten zu lassen, denn die Band konnte in diesem Jahr ihr 20-jähriges Hindenburg-Jubiläum feiern. Daran hatte auch Thomas Tilch im vergangenen Jahr noch mitgearbeitet. „Thomas ist dennoch irgendwie dabei“, so sein Bruder Michael. Noch mit Thomas hatte sich im vergangenen Jahr die Gruppe „Doctor Detroit“ gegründet.

Deshalb begann der Auftritt der Gruppe „Doctor Detroit“ kurz vor Mitternacht auch nach Aufforderung von Michael Tilch mit leuchtenden Feuerzeugen und Handy-Taschenlampen. Die Band hatte zwar nur wenige Stücke einstudieren können, brachte aber gekonnt die beliebten Klassiker von Marius Müller-Westernhagen herüber.

Mit dem Stück „Verdammt lang her“ von BAP eröffnete dann die Band „Tilly B. and the Kiwi“ ihr Bühnenprogramm und bot Stücke wie „Sweet home Alabama“ von Lynyrd Skynyrd , „Rebell Yell“ von Billy Idol und „Runaway“ von Bon Jovi. „Es ist Zeit, den Hut abzusetzen, das Hemd auszuziehen, und Zeit, etwas anderes zu machen“, so Michael Tilch – denn dies sollte erst einmal der letzte Auftritt der Gruppe sein.

Den Auftakt in den Abend bot anfangs die Band „The Crew X“ aus Bad Grund, die mit Stücken ab den 1960er Jahren das Publikum perfekt auf den Abend einstimmte. In ihrem ganz eigenen Stil präsentierten sie „Sultans of Swing“ von den Dire Straits, „I’m a believer“ von The Monkees und „Entre dos Tierras“ von den Heroes del Silencio.

Auch die Gruppe „Men in black“ überzeugte mit ihrem Auftritt und ihrer Bühnenshow. Klassiker wie „Davy´s on the Road again“ von Manfred Mann´s Earth Band und „Unchain my Heart“ von Joe Cocker standen auf dem Programm.

Viele fleißige Helfer trugen auch in diesem Jahr wieder zum Gelingen des Festes bei, ob beim Einlass oder an den Imbiss- und Getränke-Ständen.hn

Bad Grund

Käse, Wein und gute Gespräche

Da war fahrerisches Können gefragt