„Es muss Bewegung ins Dorf kommen!“

45 Windhäuser Bürger aller Generationen geehrt

Sie wurden für ihre Leistungen ausgezeichnet.

Windhausen. Ortsbürgermeister Burkhard Fricke hatte zusammen mit dem Ortsrat zur traditionellen Bürgerehrung in den Saal der Alten Burg geladen. Er brachte bei der Begrüßung seine Freude darüber zum Ausdruck, dass er neben den zu Ehrenden auch eine große Zahl von Gästen begrüßen konnte. Zu denen zählte übrigens auch DJ Siggi.

Fricke ließ es sich anfangs nicht nehmen, alle zu einer Reise der Erinnerung an die wichtigsten Ereignisse, die sich in dieser Ortschaft zugetragen haben, einzuladen. So habe es im Schützenhaus noch einmal ein Jux-Schießen gegeben. Allerdings wurde im September die Auflösung der Schützengesellschaft beschlossen. Nach dem Gesangverein im Jahr 2002 musste nun der zweite  Traditionsverein aufgeben. „Bis zum Herbst nächsten Jahres kann aber noch die Wende kommen“. Dazu müsse Bewegung in die eigenen Reihen, vielmehr in die Bevölkerung des Dorfes, kommen.

Bevor „Friedrike“ in Wald und Flur ihr Unwesen trieb und dabei auch große Schäden in Windhausens Wäldern hinterließ, hatte Ortschronist Manfred Keinert  zu einem Foto-Ausflug in die Geo-Geschichte Windhausens geladen. Im Januar habe es aber auch ein Negativspiel für alle gegeben, die versuchten, mit alten Häusern reich zu werden. Denn statt eines Käufers der ehemaligen Gaststätte „Zum Krug“ fand sich die Tatsache ein, dass der Fußweg vor der dem nicht mehr standfesten Haus aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste. „Seither kommt das Überqueren der Ortsdurchfahrt zu manchen Tageszeiten einem Lottospiel gleich, weil bei manchen Menschen der Geschwindigkeitsrausch weit vor der Rücksichtnahme rangiert“, klagte Fricke.

Der März habe mit der Sorge um Schulschließungen begonnen, unter anderem auch in Badenhausen. Umso verständlicher sei auch die Sorge von Familien aus Windhausen.

Im April gab es dann das Frühjahrskonzert mit den beiden Chören „Ohrwürmer“ und „Klangfarben“. Die Ferienpassaktion im Sommer brachte wieder zahlreiche Veranstaltungen hervor.

Die Freiwillige Feuerwehr erhielt zu  ihrem 90. Geburtstag einen neuen Mannschaftstransporter. Es gab auch eine „gut besuchte“ Dorfrallye. Allerdings seien von den 16 teilnehmenden Mannschaften die wenigsten mit Windhäusern besetzt. Ähnlich mäßig sei die Beteiligung der Vereine und Verbände beim 40. Geburtstag der Windhäuser Burgfinken gewesen. Fricke rief den „Runden Tisch“ in Erinnerung, um den  neu erwachten Teamgeist wieder auf Vordermann zu bringen.

Höhepunkt des Jahres war das hervorragend geplante und organisierte Frühstück am Glockenturm. Solche Veranstaltungen könnten Schule machen. Ebenso positiv sei, dass es seit August in der „Alten Mühle“ regelmäßig kulturelle Veranstaltungen gebe. Die Besucherzahl steigere sich langsam. Von vielen Menschen im Ort habe es immer wieder Rufe nach solchen Aktionen gegeben. Doch jetzt, wo es tatsächlich ein Angebot gebe, ließen sich gerade diese Leute nicht blicken, so Fricke weiter. Traurig sei insbesondere, dass die Beteiligung am Volkstrauertag immer weiter abnehme.
Einen schönen Jahresabschluss habe es mit dem traditionellen Adventsmarkt bei schönstem Wetter gegeben. Völlig unabhängig vom finanziellen Ergebnis sei es ein sehr gelungener Nachmittag gewesen. „Mein Dank dazu geht an Helferinnen und Helfern, die zum Teil im Vorfeld viel Zeit bei der Vorbereitung und zum Gelingen des Marktes verbracht haben“. Der Ortsbürgermeister dankte aber auch allen Vereinsvorständen sowie allen anderen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für deren im vergangenen Jahr geleistete Arbeit. Er hege auch weiter die Hoffnung, dass sie alle auch in diesem Jahr wieder mit Rat und Tat  tätig zu sein werden.

Bevor dann die offiziellen Ehrungen ihren Lauf nahmen, ließ es sich Burkhard Fricke nicht nehmen, seiner Stellvertreterin Jutta Schwarze ein blumiges Dankeschön dafür zu überreichen, weil sie ihm in 2018 so hilfreich zur Seite gestanden hat. Jeweils eine Rose durften die Vertreterinnen des DRK-Ortsvereins dafür entgegennehmen, dass sie immer zu Stelle sind, wenn SOS gefunkt wird. So kümmerten sie sich auch diesmal um die lobenswerte Bewirtung der Gäste.pb

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