„Innenentwicklung“ im Fokus

Ausschuss für Jugend, Soziales, Kultur und Tourismus tagte / LEADER-Projekt nimmt breiten Raum ein

Seinen Hauptstandort wird das zu Beginn des neuen Jahres startende Projekt „Familienzentrum der Gemeinde Bad Grund“ in der DRK-Kindertagesstätte „Wirbelwind“ in Bad Grund haben.

Windhausen. Volker Höfert, Kämmerer der Gemeinde Bad Grund, stellte während der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Soziales, Kultur und Tourismus  ein für die Bergstadt besonders erfreuliches Projekt vor. Es ist die Minigolfanlage, die im Kurgarten, der an das Atrium angrenzt, mit 18 Bahnen behindertenfreundlich entstehen soll. Da man hier das geplante LEADER-Projekt auf seiner Seite habe, müsse man von den entstehenden  190.000 Euro erst einmal „nur“ 38.000 Euro beisteuern. Auf den Eigenanteil soll dann noch eine zusätzliche Bedarfszuweisung beim Land beantragt werden, die unter anderem jenen Kommunen in Aussicht gestellt wurde, die einen Zukunftsvertrag abgeschlossen haben.

Weiter auf der Tagesordnung stand die Information über das LEADER-Projekt „Innenentwicklung“ sowie die Vorstellung des „UrbanRural-Solutions“ (Daseinsfürsorge im ländlichen Raum). Der Blick auf die Jugendarbeit fehlte ebenso wenig wie der auf die Umsetzung des Trafo-Projektes im Bereich der Schachtanlage Knesebeck. Über die Einführung des Harzer Urlaubstickets HATIX  wurde positiv abgestimmt. Gleiches galt für die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan 2019.

Außerdem wusste Fachbereichsleiter Stephan Mantel, zu berichten, dass das DRK-Projekt „Familienzentrum in der Gemeinde Bad Grund“  am 2. Januar 2019 starten wird. Mantel betonte, dass dieses Zentrum, welches bereits bei der vorigen Ausschusssitzung vorgestellt wurde, zwar seinen räumlichen Hauptstandort in der DRK-Kita „Wirbelwind“ in Bad Grund haben und einem Büro im Rathaus in Windhausen finden wird. Allerdings werden geeignete Räumlichkeiten der anderen Ortschaften ebenso mit einbezogen. Schließlich wurden diese bereits in Augenschein genommen und für gut befunden. „Wir sollten dieser Neueinrichtung positiv gegenüber stehen“.

Auf das Projekt „Innenentwicklung“ eingehend, verwies er darauf, dass sich bereits viele Bürger zu ehrenamtlichen Arbeitsgruppen zusammengeschlossen hätten, welche gute Ideen einbrächten. Es habe sich im Prinzip eine Art Dorfmoderation entwickelt, die sich beispielsweise mit der Frage „Wie geht es mit leerstehenden Immobilien und der Ärzteversorgung weiter?“ befassen. Wichtig sei bei jedem Thema das Miteinander. „Und das klappt in der Bergstadt sehr gut“. Da aber auch hier Gelder aufgebraucht werden, stimmte der Ausschuss einstimmig zu, dass im März des kommenden Jahres mit der Vorfinanzierung des Projektes seitens der Gemeinde durchgestartet werden soll.

Sarah Schreiber, Mitarbeiterin des Landkreises Göttingen, zog dann die Aufmerksamkeit der Ausschussmitglieder auf sich, als sie Antworten auf die Frage „Wie können Versorgung und Lebensqualität der Menschen in der Region gesichert werden?“ präsentierte. Mit dieser Frage hatten sich Ehren- und Hauptamtliche in der Gemeinde Bad Grund und angrenzenden Orten im Vorhaben „UrbanRural SOLUTIONS“  bereits befasst. Dabei hätten sie festgestellt, dass dort, wo es keine Supermärkte oder Lebensmittelläden mehr gibt,  mobile Angebote und der soziale Austausch wichtig werden. Es seien zehn Schritte angesprochen worden, woran sich auch Jugendliche beteiligten und wo der „ rollende Markt“ als Wochenmarkt in Erwägung gezogen wurde. Unterstützung bei der Entwicklung dieses Konzeptes sei über das „Referat für Demografie und Sozialplanung“ des Landkreises Göttingen möglich. Kontakt: Margitta Kolle, Telefon (0551) 525-2970, E-Mail: kolle@landkreisgoettingen.de.

Kämmerer Volker Höfert wiederum stellte das Trafo-Projekt für das kulturelle Erbe des Harzes, dem Knesebeckschacht, vor. „Wir sind in eine Phase gekommen, wo Findung und Ideen vorbei sind, denn die Maßnahme soll 2019 umgesetzt werden“.  Er zählte die Herausforderungen und Chancen auf, die ein „Ankommen und Erholen“ ebenso möglich machen sollen wie „Bergbau erleben“, „Aktives Entdecken“, um nur einige Beispiele zu nennen. Dass dabei auch Kosten entstehen, dürfte niemandem fremd sein. Aus dem von der Bundeskulturstiftung geförderten TRAFO-Projekt sollen 150.000 Euro in den Knesebeck investiert werden.

Fachbereichsleiter Höfert stellte das Urlaubsticket HATIX vor, dessen Einführung  der Rat der Gemeinde Bad Grund übrigens sehr begrüßt, denn mit ihm könne gästebeitragspflichtigen Besuchern eine kostenfreie Nutzung des ÖPNV im Harz ermöglicht werden. Dieses Projekt laufe im Ostharz bereits seit acht Jahren sehr erfolgreich. Zwar seien im Westharz die Verbindungen noch nicht optimal, aber Veränderungen, die deutliche Verbesserungen nach Goslar und für den Oberharz brächten, seien schon für den nächsten Fahrplanwechsel vorgesehen. Weil diese Erleichterung eine Preiserhöhung der Kurkarte um 25 Cent mit sich bringe, habe man sich in der Bergstadt umgehört und sei ausnahmslos auf Befürworter getroffen. Übrigens werden 2019 noch keine Kosten entstehen. „Damit wir durchstarten können“. Der Viertel-Euro werde erst 2020 festgeschrieben.

Schließlich ließ Volker Höfert durchblicken,  dass die Gäste- und Übernachtungszahlen weiterhin gestiegen sind. Jugendpflegerin Melanie Henschel ließ dann die allgemeine Jugendarbeit, das Ferienprogramm 2018, die Zusammenarbeit mit den Vereinen und Verbänden und den Sachstand „Jugendcafé“ Revue passieren und machte damit deutlich, dass die Jugendarbeit in allen Punkten sehr lebendig sei.pb

Bad Grund

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