Kulturzentrum „Alte Mühle“?

Eike Weinreich stellt in traditionsreicher Gaststätte seinen Film „Von komischen Vögeln“ vor

Die „Alte Mühle“ soll einmal im Monat zum kulturellen Begegnungszentrum werden.

Windhausen. Schauspieler und Filmemacher Eike Weinreich möchte die Windhäuser Gaststätte „Zur alten Mühle“ einmal im Monat zu einem Kulturzentrum machen. Was er nicht möchte, ist, dass dieses 149 Jahre alte Gebäude, das viele Geschichten erzählen könnte und seinen Eltern gehört, langsam dem Zahn der Zeit zum Opfer fällt.

Die Premiere wird bereits am Wochenende des 17. und 18. August erfolgen. Denn an diesen beiden Tagen wird er um 18 und um 20 Uhr seinen Film „Von komischen Vögeln“ vorstellen, der übrigens im letzten Jahr bei den „Hofer Filmtagen“ zum ersten Mal zu sehen war.

In 85 Minuten geht es um Jockel, der einen miesen Job als Pförtner bei einem Chemiekonzern hat. Außerdem entfremdet sich seine Tochter Rike immer mehr von ihm, seine Frau Barbara kennt er nicht wirklich, und seinen Vater Helmuth hasst er. Sein Wunschziel, als Musiker zu arbeiten, scheint auch immer mehr in die nicht erreichbare Ferne zu rücken. Als er erfährt, dass Helmuth und Rike sich heimlich treffen, um gemeinsam Schubert zu hören, fühlt er sich hintergangen. Nach einem im Affekt begangenen Überfall wird Jockel zu Sozialstunden in einer Behindertenwerkstatt verurteilt. Dort soll er einen Chor leiten, doch er ist überfordert, kann mit den Menschen nichts anfangen und wird schnell aggressiv. Vom Leiter Wiegalt gibt es eine klare Ansage: Sollte er erneut auffallen, wandert er direkt in den Knast! Gezwungenermaßen lässt Jockel sich auf seine Mitmenschen ein und wird damit vom Schicksal vor eine harte Probe gestellt.

Da der Saal der „Alten Mühle“ nun kein Kino, sondern eher ein großer Raum ist, wird Eike Weinreich den Streifen nicht nur einmal zeigen. Wer diesen Film also sehen und damit dazu beitragen möchte, der einstigen Gaststätte einen neuen, interessanten Touch zu verleihen, sollte sich unter der Mail-Adresse von Eike Weinreich anmelden. Der Eintritt ist übrigens frei, gegen eine Spende wäre aber nichts einzuwenden. „Ich finde es wichtig, dass es mit der Alten Mühle auch weiterhin einen Ort der Kommunikation gibt, wo sich Menschen begegnen und sich austauschen können. Dafür ist Kunst oft genau das Richtige“, so Eike Weinreich.pb

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