„Mobiles Eisdorf“ startet durch

1000 Euro aus Ehrenamtfonds der Harz Energie / „Vorbild auch für andere Dörfer“

Frank Uhlenhaut (rechts) zusammen mit Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke, dem 1. Vorsitzenden Dieter Sinram, dem 2. Vorsitzenden Yannik Gorke und dem Kassenwart Helge Altmann (von links), die stolz die Summe des Ehrenamtfonds in den Händen halten.

Eisdorf. Überraschungsgast der ersten Mitgliederversammlung des neu gegründeten Vereins „Mobiles Eisdorf e.V.“ war Frank Uhlenhaut. Denn er hatte einen Ehrenamtfonds-Scheck mitgebracht, auf dem die Summe 1.000 Euro geschrieben stand, um deutlich zu machen, dass die Harz Energie das ambitionierte und überzeugende Konzept unterstützten möchte, welches der Verein sich auf die Fahnen geschrieben hat.

Doch zuvor begrüßte der 1. Vorsitzende, Dieter Sinram, alle Anwesenden im ehemaligen Gemeindebüro Eisdorf und bedankte sich für das große Interesse an dem ersten Projekt „Unser Dorf fährt elektrisch“. Besonders erfreulich sei außerdem gewesen, dass man den vom Landkreis Göttingen ausgeschriebene Wettbewerb gewonnen hat. Damit steht fest, dass in der Ortschaft zwei Ladesäulen im Gesamtwert von 25.000 Euro aufgestellt werden und der Verein den Siegerpreis in Höhe von 7.500 Euro als Zuzahlung für ein Elektroauto erhalten wird.

Sinram gestand, dass er selber niemals auf die Idee gekommen wäre, aktive Vereinsarbeit zu übernehmen. Das Thema „Elektro in Kombination mit Mobilität“ habe ihn aber dazu gebracht, von Anfang  an  den Veranstaltungen der Dorfmoderatoren teilzunehmen, um sich so über den Wettbewerb zu informieren. Dabei habe er Leute kennen gelernt, die Mut, Kraft und Ausdauer bewiesen hätten, vor allem aber motiviert bei der Sache gewesen wären. So sei es ihm leicht gefallen, das Projekt mit viel Engagement zu begleiten. Der ausschlaggebende Punkt sei für ihn gewesen, den immer wichtiger werdenden Klimaschutz zu unterstützen.

Es gebe viele Möglichkeiten, ein wenig für die Umwelt zu tun, denn wenn viele Personen ein Zweitauto gemeinsam unterhalten und dann auch noch Gemeinschaftsfahrten ohne CO2- Ausstoß durchführen, sei dieses schon ein großer Schritt. Mittelfristig sei übrigens geplant, auch Fahrten für ältere Menschen oder Personen ohne Führerschein ehrenamtlich anzubieten.

Der 2. Vorsitzende, Yannik Gorke, gewährte dann einen Überblick über die Buchungs- und Abrechnungssoftware der Autos. Hier wolle man eine Anpassung an das jeweilige Nutzungsverhalten vornehmen und mit den Mitgliedern des Vereins gemeinsam erarbeiten.

Der Vorstand des Vereins bedankte sich für die bereits geleistete Unterstützung durch Beitritte und ist überzeugt, mit dem Start der E-Autos weitere Liebhaber für E-Mobilität zu gewinnen. In jedem Fall sei Eisdorf an dieser Stelle ein Vorbild für Gemeinschaftssinn, Innovation und Fortschritt und Vorbild auch für andere Dörfer.pb

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