„Musik sprengt alle Grenzen“

72. Konzert des Singkreises Gittelde in St. Mauritius war ein Fest der Chormusik

Das absolute Highlight war der Auftritt aller Chöre unter Leitung von Richard Koscielny, die zusammen mit den Gästen die „Ode auf die Musik“ anstimmten.

Gittelde. Die St.-Mauritius-Kirche in Gittelde hatte sich in einen voll besetzten Konzertsaal verwandelt. Fünf Chöre des Singkreises Gittelde und ein  Gastchor hatten zu dem 72. Treffen dieser Art geladen, welches vom ausrichtenden Kirchenchor Gittelde unter Leitung von Richard Koscielny mit dessen selbst komponiertem Lied „Musik sprengt alle Grenzen“ eröffnet wurde. Pfarrerin Melanie Mittelstädt wiederum schlüpfte in die Rolle der Moderatorin, die mit einer gehörigen Portion Humor durch das Programm führte.

Sie brachte ihre Freude darüber zum Ausdruck, so viele Freunde der gesungenen Musik begrüßen zu können. Damit könne eine lange, wunderbare Tradition fortgesetzt werden. Es sei ein großes Geschenk, solche stimmstarken, singfähigen  Chöre zu haben. Sie stimmte dem Kirchenchor Gittelde zu; Musik sprenge wirklich alle Grenzen, denn zum einen hätten sich die Männergesangsvereine Gittelde und Lasfelde unter Missachtung der Gemeindegrenzen zusammengeschlossen, zum anderen nehme an diesem Konzert der Gemischte Chor Nienstedt teil. Musik sei eine Sprache, die aus dem Herzen spreche. Sie sei ein helles Licht, welches auch an diesem Abend voll erstrahlen möge.

Doch bevor das Konzert seinen Lauf nahm, bat Ortsbürgermeister Olaf de Vries um einen Augenblick der Aufmerksamkeit. In Vorbereitung auf diesen Abend habe er sich von einer ihm bekannten Lehrerin über Gründe, die für das Singen in einem Chor sprechen, belehren lassen: „Chorsänger sind gesünder und disziplinierter und sie sind glücklicher. Nicht zuletzt heißt es im Chor, miteinander und nicht gegeneinander zu singen“.

Man könne sich glücklich schätzen, in der Gemeinde Bad Grund und den umliegenden Ortschaften ein so aktives Vereinsleben vorzufinden, für das alle in dem Gittelder Gotteshaus auftretenden Chöre ihren ganz besonderen Beitrag leisten. Denn als wichtigste Träger des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens stellten die Gesangvereine traditionsbewusst ein besonderes Element dar.

Danach gehörte den Chören und der charmanten Moderatorin die ganze Aufmerksamkeit. Der Gemischte Chor Oberhütte betrat unter Leitung von Volker Wilch den Voraltarraum und stellte mit seinen Liedern unter Beweis, dass auch ein kleiner Chor große Stimmen haben kann. Ein besonderes Highlight war übrigens das „Vater unser“, mit dem  Hanne Haller vor 15 Jahren eine großen Hit gelandet hatte.

Die Singgemeinschaft der Männergesangvereine Gittelde und Lasfelde beeindruckte durch die Vielzahl der Sänger, die unter Leitung von Ulrich Kohlrusch bewiesen, dass sie ein eingespieltes Team sind, was sich insbesondere bei „Das Abendglöcklein ruft“ herausstellte.

Der Frauenchor Badenhausen wusste unter Leitung von Swetlana Gauks mit seinen klaren, sanften und einfühlsamen Stimmen seine Lieder an jeden einzelnen Gast zu bringen, was ganz besonders mit „Plaisir d’amour“ gelang. Der MGV Badenhausen erhob ebenfalls unter Leitung von Swetlana Gauks seine Stimmen und wusste insbesondere mit „Csardas“, dem Zigeunerblut zu begeistern.

Der Kirchenchor Gittelde beließ es auch nicht bei der gesanglichen Begrüßung, sondern stimmte weitere Lieder an, mit denen er zu überzeugen wusste.
Ganz besondere Aufmerksamkeit wurde dem Gastchor, dem Gemischten Chor Nienstedt entgegengebracht, der unter Leitung von Dietmar Lange insbesondere mit „Die Forelle“ für Begeisterung sorgte. Pfarrerin Melanie Mittelstedt sprach allen aus dem Herzen, als sie feststellte, dass man den Chor wieder einladen sollte, und dann nicht als Gast, sondern als dazu gehörenden Chor.

Der Beifall nach jedem Lied zeigte jedem Chor, dass er mit seinen Stimmen und Liedern voll ins Schwarze getroffen hatte. In der gemütlichen Pause wurde bei Speis und Trank auch über nichts anderes als über dieses Konzert gesprochen.

Abschließend dankte die Pfarrerin allen Chören für deren Auftritte. „Es ist wunderbar, dass es euch gibt“. Sie dankte aber auch all denen, die dazu beigetragen hatten, dass dies Konzert so einmalig habe sein können.

Und dann folgte der absolute Höhepunkt: Alle Chöre erhoben sich, um gemeinsam mit dem Publikum die „Ode auf die Musik“ anzustimmen, welche aus der Feder von Melanie Mittelstädt stammt. Nicht nur die Chöre stimmten ein, auch die Gäste mauserten sich zu überzeugenden Sängern und Sängerinnen. Musik ist halt eine Sprache, die aus dem Herzen kommt und keine Sprachbarrieren kennt.pb

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