Netzwerken und CO2-Ausstoß

Um ein Energieeffizienz-Netzwerk zu errichten, sollen jährlich 5.000 Euro in der Gemeinde eingesetzt werden

Das Verwaltungsgebäude der Gemeinde Bad Grund in Windhausen: Die Kommune will an zwei von der Energieagentur Region Göttingen vorgeschlagenen Projekten teilnehmen.

Windhausen. Kommunen bieten große Potenziale zur Minderung von Treibhausgasen. Neben den Möglichkeiten zur Reduzierung der eigenen Energieverbräuche und CO2-Emissionen können sie aber auch eine wichtige Multiplikatorenfunktion wahrnehmen. Aus diesem Grund hat der Rat der Gemeinde Bad Grund mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung beschlossen, an zwei Projekten, die die Energieagentur Region Göttingen vorgeschlagen hat, teilzunehmen. Für die beiden Projekte stehen Haushaltsmittel in Höhe von 5.000 Euro pro Jahr zur Verfügung – und das drei Jahre lang. Für Maßnahmen, die hinsichtlich ihrer Klimaschutzwirkung über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen, stehen aber auch Bundesfördermittel zur Verfügung.

Das erste Projekt ist die Mitwirkung am „Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk Region Göttingen“. Das Netzwerk wird für den Zeitraum von drei Jahren von der Energieagentur Region Göttingen als Manager betreut. Zehn Kommunen aus dem Landkreis Göttingen betreiben im Netzwerk einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch und werden durch Beratungs- und Informationsangebote zur Umsetzung von Maßnahmen angeleitet. Die Förderquote beträgt 60 Prozent. Die Antragstellung erfolgt durch die Energieagentur Region Göttingen. Mit dem Projektstart wird der Juni dieses Jahres angestrebt.

Das zweite Projekt ist die Einführung eines Energiemanagementsystems; auch für den Zeitraum von drei Jahren. Hierbei soll ein externer Dienstleister beauftragt werden. Gegenstand der Beauftragung soll insbesondere die Erstellung und Auswertung von jährlichen Energieberichten unter Einsatz einer webbasierten Software sein. Die Förderquote beträgt grundsätzlich 40 Prozent und für finanzschwache Kommunen sogar 65 Prozent. Der Projektstart ist ab August vorgesehen.

„Zwar sind 5.000 Euro an Gesamtvolumen nicht die große Summe“, so Bernd Hausmann (FWG), „aber wir sind der Meinung, dass man dieses Geld besser einsetzen kann und werden dem Beschluss nicht zustimmen“. Außerdem sei die Gemeinde Bad Grund ja stetig dabei, durch Sanierungen Energie einzusparen. Das Geld könne besser eingesetzt werden, zum Beispiel bei der kürzlich in den Fokus gerückten To-do-Liste des Kindergarten-Altbaus in Badenhausen (der „Beobachter“ berichtete). Der Bürgermeister der Gemeinde Bad Grund, Harald Dietzmann, sagte dazu, dass die Projekte quasi als Solidar-Gedanke zu verstehen seien. „Wir wollen ein Netzwerk anlegen und im praktischen Dialog agieren“. Zudem wolle man die energetischen Maßnahmen, wie etwa den Austausch der Straßenbeleuchtung mit LED, weiter fortführen, weswegen sich der Mitteleinsatz am Ende bestimmt rechnen werde.

Beschlossen wurde auch die Änderung der Schulbezirkssatzung. Demnach werden die Badenhäuser Kinder ab dem Schuljahr 2019/20 wieder dem Schulbezirk am Standort Gittelde zugeordnet (wir berichteten).

Einstimmig gewählt wurde Rolf Renneberg für weitere fünf Jahre als Schiedsmann für die Gemeinde Bad Grund. Eine weitere gute Nachricht für die Gemeinde Bad Grund: Der Rat stimmte für die Anschaffung eines neuen Feuerwehr-Drehleiterfahrzeugs DLA (K) für die Bergstadt Bad Grund. Das vorhandene Altfahrzeug war in die Jahre gekommen und auch nur noch begrenzt einsetzbar. Verabschiedet wurde auch die Fortschreibung der Regionalen Vereinbarung über die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderungen sowie die Errichtung einer integrativen Gruppe in der Kindertagesstätte St. Georg in Eisdorf.hn

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