Sieben Tage, vier Museen

Auftakt am Sonntag in Clausthal-Zellerfeld / In Bad Grund spielt der Druck ein ganze wichtige Rolle

Am 25. Mai heißt es in Bad Grund „Sport unter Druck“. Auf Wunsch können die ersten Meter in den Stollen mit dem sogenannten „Hunt“ zurückgelegt werden.

Bad Grund/Clausthal-Zellerfeld. Die Angebote sind so vielfältig wie die vier Museen selbst. Eine ganze Woche lang stehen ganz besondere Erlebnisse an. Die Schachtanlage Knesebeck in Bad Grund, der Grube Samson in St. Andreasberg, dem Oberharzer Bergwerkemuseum in Clausthal-Zellerfeld und dem 19-Lachter-Stollen in Wildemann haben gemeinsam im Rahmen des  TRAFO-Projekt – ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes – eine Kultur-Erlebniswoche konzipiert. Vom 19. bis 25. Mai wird einiges geboten. Los geht es am morgigen Sonntag, 19. Mai, in Clausthal-Zellerfeld mit einem bunten Museumsfest. Von 11 bis 17 Uhr lädt das Oberharzer Bergwerksmuseum ein.

Die einzelnen Museen wollen in den sieben Tagen Lust auf mehr machen. Natürlich können die Veranstaltungen für Schulklassen immer gebucht werden, beide Tage sind bereits ausgebucht. So heißt es beispielsweise am 21. Mai „Vom Bergmann zum Bergarbeiter“, ein Führungsprogramm der besonderen Art. Dabei kooperieren der 19-Lachter-Stollen in Wildemann und die Schachtanlage Knesebeckschacht in Bad Grund. Für die Schüler gibt es extra einen Bustransfer, um auf eine Zeitreise in die Bergbaugeschichte gehen zu können.

Bei den Bad Grunder Veranstaltungen spielt der Druck eine wichtige Rolle. Kein Wunder, verfügt das Bergbaumuseum mit dem 1912/13 auf dem Knesebeck-Schacht erbauten Hydrokompressor heute über die vermutlich einzige noch erhaltene Anlage dieser Art. So gibt es eine „Harzkrimi-Lesung unter Druck“ am 21. Mai) und „Sport unter Druck“ (25. Mai).

Aber auch die Harzer Tradition kommt nicht zu kurz, so veranstaltet beispielsweise der 19-Lachter-Stollen am Donnerstag, 23. Mai, eine Führung in „Ewerharzer Mundart“. Dazu erklingen traditionelle Lieder. Der Blick auf das Programm unterstreicht: Gemeinsam mit engagierten Bürgern, Schulen, Vereinen, Künstlern sowie mit Gastronomiebetrieben und Firmen aus der Region haben die vier Museen und Besucherbergwerke sowie die Stiftung Welterbe im Harz ein noch nie dagewesenes Veranstaltungsformat ins Leben gerufen. Kurzum eine Kulturwoche nicht nur für, sondern geplant von und mit der Oberharzer Bevölkerung. Für jeden ist etwas dabei.

Das Programm ist im Internet unter www.welterbeimharz.de anrufbar.syg

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