Streuobstwiese als regionaltypische Kulturlandschaft erhalten

Harzklub-Zweigverein Gittelde traf sich zur Jahreshauptversammlung / Wahlen und Ehrungen standen an

Die Streuobstwiese oberhalb des Freizeitgeländes bietet neben leckerem Obst auch die Möglichkeit zur Erholung.

Gittelde. Die Streuobstwiese soll weiterhin mit Hilfe einer naturverträglichen Nutzung durch den Menschen als regionaltypische Kulturlandschaft gesichert werden. Das betonte die Vorsitzende des Harzklub Zweigvereins Gittelde, Kathrin Czepak, auf der Jahreshauptversammlung im Freizeitgelände. In ihrem Bericht informierte sie die Mitglieder darüber, dass Mitte März Ulrich Scheidel vom Landschaftspflegeverband (LPV) des Landkreises Göttingen einen Schnittkurs auf der Streuobstwiese durchgeführt habe. Trotz zahlreicher Werbung hätten jedoch nur sechs Personen dieses Angebot angenommen.

An diesen beiden Tagen seien die Obstbäume trotz des schlechten Wetters fachmännisch beschnitten worden. Scheidel sei mit dem Ergebnis sehr zufrieden gewesen und wolle sich bemühen, auch im kommenden Jahr noch einmal diese Aktion vom LPV bewilligt zu bekommen. „Fest steht, hätten wir im Frühjahr 2018 die Bäume nicht beschnitten, wären viele Äste unter der Last der Früchte abgebrochen“, so Czepak. Die Unterstützung und Zusammenarbeit mit dem LPV sei in diesem Projekt ein erfolgversprechender Weg. Leider würden jedoch auch bei diesem Projekt einige ehrenamtliche Helfer fehlen.

Die traditionelle Streuobstbewirtschaftung befindet sich deutschlandweit auf dem Rückgang. In den letzten 60 Jahren sind bundesweit die Streuobstbestände um 70 Prozent geschrumpft. Der HZV kann auf seine Streuobstwiese stolz sein. Steinkautz und Gartenrotschwanz haben dort, wie viele andere Tiere und Pflanzen, ihr Refugium. Aber auch für den Menschen ist es ein wertvoller Erholungsraum. Die Wiese liefert eine Vielfalt an leckeren Früchten zum Frischverzehr, zum Lagern, zum Saften oder als Zutat für einen leckeren Apfelkuchen.

In der Erntezeit haben sich Kindergruppen, wie von der DLRG und dem Kindergarten, zur Ernte und Verwertung der Äpfel angemeldet. Viele Liter Saft waren das Ergebnis für die begeisterten Kinder. Trotzdem müsse der HZV immer wieder dafür werben, dass die Äpfel behutsam und nicht gewaltsam geerntet werden. Auch sollte die Ernte in Haushaltsmengen und nicht in Industriemengen vorgenommen werden, betonte Czepak.

Weiter berichtete die Vorsitzende, dass der Zweigverein Gittelde mit 26 neuen Mitgliedern den größten Zuwachs im gesamten Harz-Raum habe. Czepak dankten allen ehrenamtlich Tätigen, die mit ihrem Engagement das öffentliche Leben bereichern.

Außerdem informierte die Vorsitzende, dass in diesem Jahr auch das 50-jährige Bestehen mit Veranstaltungen im Herbst begangen werden soll. Was den Hüttenbetrieb anginge, berichtete Conny Czepak, dass diese im vergangenen Jahr an 30 Tagen geöffnet war, was das Hüttenteam oft an seine Grenzen stießen ließ. Dringend würden Helfer gesucht, die dabei unterstützen, und auch weitere Kuchen- und Tortenbäcker würden gern gesehen. An einem normalen Sonntag benötige man sechs Kuchen. Sollte sich zudem noch eine größere Gruppe anmelden, komme man da auch schon mal auf acht oder mehr.

Der Ortsbürgermeister, Olaf de Vries, dankte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde, dem Ortsrat und dem HZV, weshalb man den Verein gerne unterstütze und fördere. „Der Ortsrat weiß um die Wichtigkeit des Freizeitgeländes und deren beliebte Außenwirkung“.

In der Sitzung wurde Claudia Hüttig als Schatzwartin gewählt. Sowohl Conny Czepak, als auch Kathrin Czepak informierten in der Sitzung darüber, dass sie ab den kommenden Wahlen des gesamten Vorstandes in 2020 leider nicht mehr für ihre Ämter zur Verfügung stehen werden. Musikalisch eingeleitet wurde die Sitzung von der Heimatgruppe mit den Windhäuser Burgfinken mit Liedern wie „Wo die dunklen Wälder rauschen“ und dem „Gittelder Heimatlied“.

Ehrungen für 40 Jahre Mitgliedschaft: Christa und Günther Freyer, Joachim Grützner und Wilhelm Weihs.

Termine: Die erste Saison beginnt am 1. Mai, 12 Uhr mit der Hütteneröffnung, ab 9.30 Familien-Wandertag. Vom 1. Juli bis 4. August ist der Hüttenbetrieb geschlossen. Die zweite Saison startet am 11. August ab 12 Uhr.hn

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