Tauziehen mit dem 7,5-Tonner

„Tag der offenen Tür“: Bei Obermann in Teichhütte rollten nicht nur die Lastwagen

Sie wollten wissen, wieviel Zeit wohl verstreicht, um die tonnenschwere Zugmaschine von A nach B zu ziehen.

Teichhütte. Auf dem Gelände der Obermann-Unternehmensgruppe in Teichhütte herrschte im Rahmen des „Tages der offenen Tür“ wieder ein buntes Treiben, denn die Besucher mehrerer Generationen wollten nicht nur zuschauen, sondern auch mal selbst aktiv werden.

Die einen wollten wissen, ob sie per Muskelkraft 7,5 Tonnen in Bewegung setzen können, die anderen, ob ihnen das mittels Kupplung, Gas, Bremse und Lenkrad auch gelingt. Beim Lkw-Ziehen hatten sich drei Gruppen mit jeweils sechs Männern zusammengetan. Sie wollten wissen, wer die an einem dicken Tau befestigte Zugmaschine am schnellsten über eine 50 Meter lange Strecke ziehen konnte.

Bei einer durfte auch der elfjährige Jeremy mitmachen – und war darauf natürlich mächtig stolz. Es ging fast wie beim Autorennen zu, denn es entschieden nur Sekunden über die Plätze eins bis drei. Die polnischen Fahrer legten 33,63 Sekunden vor, was für sie Platz eins bedeutete.

Mit 36,10 Sekunden brachten sich die Obermann-Fahrer auf den 2. Platz. Das Unternehmerteam wiederum holte sich mit 37,03 Sekunden den 3. Platz. Beim Lastwagenfahren unter Aufsicht gab es keine Platzierungen, sondern nur großen Andrang. Viele Männer und Frauen wollten mal hinter dem Lenkrad eines Trucks sitzen und fassten sich in Geduld, um hinterher stolz auszusteigen.

Da war aber auch noch die Premiere des Bullriding. Und es waren zumeist junge Menschen, die sich im Reiten des elektronischen Bullen versuchen wollten. Außerdem dominierten die Cowgirls. Bei den Teilnehmern bis zwölf Jahre blieben Nina Weiß und Isalie Hellmann 2,15 Minuten auf dem Rücken des Bullen, was beiden den 1. Platz einbrachte. Bei den Erwachsenen schaffte Fabienne Feldgiebel 2,19 Minuten, was auch für sie Platz eins bedeutete. Bestiegen werden durften auch Gabelstapler.

Hier galt es, mit deren Ladefläche Geschicklichkeit zu beweisen. Da wagten sich alle Generationen ran, denn sie wollten sich selbst beweisen, dass sie einen Ball aus luftiger Höhe in ein Fass fallen lassen oder mit der Kugel die vielen Löcher eines auf der Gabel platzierten Labyrinthes umrunden konnten. Losfahren durften die jüngsten Besucher, denn zwei Tretgabelstapler warteten darauf, erobert zu werden.

Und genau dazu brauchten sie nicht lange. Autorennen gab es übrigens auch. Allerdings konnten die Fahrzeuge auf der Modellbahn nicht mittels Knopfdruck, sondern durch kräftiges Treten in Fahrradpedale in Bewegung gesetzt werden, was auf großes Interesse stieß. Wer wollte, durfte sich im Umgang mit einer Drohne versuchen.

Während dieses Angebot zumeist die Erwachsenen interessierte, waren die Bungee-Trampoline fest in Kinderhand. Mädchen und Jungen, die sich mal „kutschieren“ lassen wollten, durften auf einem der Quads Platz nehmen, mit denen die Fahrer der „Quadkinder südliches Niedersachsen“ gekommen waren. Wenn sie einen Helm aufgesetzt hatten, stand dem Unternehmen nichts mehr im Wege.

Der eine oder andere Erwachsene, der auch Interesse hatte, durfte hinter dem Fahrer Platz nehmen. Dafür, dass es mit dem Einparken der Besucherfahrzeuge klappte, sorgte die Mobile Funkhilfe Harz. Viele Informationen gab es in einer Halle, wo der Beruf „Fachkraft für Lagerlogistik“ nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch vorgestellt wurde.

Bei all den Aktionen kamen auch Speis und Trank nicht zu kurz, und es wurden zwei Siegerehrungen vorgenommen. Alles in allem ein erlebnisreicher Tag, den sich auch niemand durch das nicht gerade angenehme Wetter verderben ließ.pb

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