UNESCO-Hinweisschild für den Knesebeckschacht

Die Gemeinde Bad Grund und die Welterbestiftung Harz haben die Finanzierung übernommen

Bei der Einweihung des offiziellen UNESCO-Hinweisschildes an der Clausthaler Straße in Bad Grund: Harald Dietzmann, Volker Sturm, Gerhard Lenz, Andreas Brandt (Ratsarbeit und Kulturangelegenheiten), Katharina Fuhrhop (Welterbestiftung), Manfred von Daak und Ulrich Reiff.

Bad Grund. Es hat eine Weile gedauert, aber nun kann sich die Bergstadt Bad Grund freuen; denn der Knesebeckschacht, der zur Grube Hilfe Gottes in Bad Grund und seit dem Jahr 2010 zum UNESCO-Weltkulturerbe „Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft“ gehört, hat jetzt ein offizielles Hinweisschild bekommen, das in der vergangenen Woche im Beisein von Vertretern der Welterbestiftung und des TRAFO-Projektes enthüllt wurde.

Das Schild wurde finanziert von der Gemeinde Bad Grund und der Welterbestiftung Harz in Goslar und wurde an der Clausthaler Straße aufgestellt, direkt gegenüber der Einfahrt zum Knesebecker Weg. Der Knesebeckschacht, der bereits seit 1855 betrieben wurde, ist seit der Schließung des Bergwerks im Jahr 1992 ein Wahrzeichen für die Bergbautradition und ein von Ehrenamtlichen aufrecht erhaltenes Museum in der Bergstadt. Der Bürgermeister der Gemeinde Bad Grund, Harald Dietzmann, bezeichnete das Aufstellen des Schildes als ein besonderes Ereignis, denn es verdeutliche den eigenen Anteil am Welterbe, was die Gemeinde durchaus mit Stolz erfüllen könne. Für diese eher kleine Einrichtung sei es gerade besonders wichtig, zu dem Welterbe-Netzwerk dazuzugehören. Vor allem sei es auch ein wichtiger Schritt für die Ehrenamtlichen, denn schon lange sei dieses Hinweisschild ein besonderes Anliegen des Fördervereins gewesen.

„Ohne die ehrenamtlichen Kollegen, die schon seit Jahrzehnten das Bergbaumuseum Knesebeckschacht betreiben, wäre es wahrscheinlich nie Welterbe geworden“, betonte der Stiftungsdirektor Gerhard Lenz. Innerhalb des TRAFO-Modells der Bundeskulturstiftung solle das Museum eine neue Struktur erfahren, um sicher in die Zukunft blicken zu können, so Lenz. „Ziel ist, die historischen Bausteine zu vermitteln und für die Generationen nach uns zu erhalten“. Ortsbürgermeister Manfred von Daak betonte, dass es die richtige Entscheidung gewesen sei, sich in die Gemeinschaft des Welterbes einbringen zu können.

Von Daak dankte den ehrenamtlich Tätigen, die mit viel Herzblut das Museum am Laufen halten, denn in der heutigen Zeit sei solches Engagement nicht selbstverständlich. Der Vorsitzende des Fördervereins, Volker Sturm, drückte seine Freude über die Aufstellung des Hinweisschildes aus und berichtete, dass die Besucher nicht einfach nur durch das Museum durchgeführt würden, sondern dass man mit viel Leidenschaft die Bergbautradition vermittele. Gerne würde Sturm auch sehen, wenn ein weiteres Schild oben an der B 242 am Hübichenstein stehen würde. Innerhalb des TRAFO-Projektes habe man bei allen vier Museen (Schachtanlage Knesebeck, 19-Lachter-Stollen Wildemann, Oberharzer Bergwerkmuseum Clausthal und Grube Samson St. Andreasberg) ähnliche oder auch ganz spezielle Probleme, die im Verbund besser gelöst werden könnten, trug Ulrich Reiff (Mitarbeiter Welterbestiftung und Leiter des TRAFO-Modells) bei. Das Modell unterstützt die Kulturorte bis 2023, um diese dauerhaft zu stärken und als Erlebnisorte zu erhalten.

Im Mai solle deshalb auch ein weiterer Workshop in Bad Grund stattfinden, bei dem Ideen zur Weiterentwicklung des Bergwerksmuseums gesammelt werden sollen. Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen.hn

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