Viel Beifall beim „Festausklang“

„Cantate!“-Chor, Orgelklänge, Gitarrenmusik und Erzählung in Windhäuser Kirche

Der Cantate!-Chor verabschiedete im Gotteshaus von Windhausen gemeinsam mit den Gästen das Weihnachtsfest.

Windhausen. Am 2. Weihnachtstag hatte die Kirchengemeinde Windhausen zum „Festausklang“ eingeladen. Der Cantate!-Chor, der den Gottesdienst in der St.-Johannis-Kirche maßgeblich gestaltete, durfte sich erneut über ein voll besetztes Gotteshaus freuen. „Cantate!“ ist ein Projektchor, der sich unter Leitung von Florian Bruntz zu zwei bis drei Auftritten im Jahr trifft. Die Gäste waren übrigens nicht nur in mehreren Generationen vertreten, sondern auch aus der näheren Umgebung angereist – ähnlich wie manche Sängerinnen und Sänger des Chores.

Auch Peter Wendlandt, der sowohl die Orgel als auch das Keyboard meisterlich spielte, fehlte ebenso wenig wie Alexander Langner, der seine Gitarre überzeugend erklingen ließ. Alexander Langner stammt ursprünglich aus Bad Grund, lebt inzwischen als Musiker in Berlin und konzertiert als Bassist an vielen Orten innerhalb und außerhalb Deutschlands. Wie sehr ihm nicht nur moderne Bandmusik liegt, sondern auch die Begleitung von Liedern und Chorälen, zeigte er in eindrucksvoller Weise bei den Begleitungen und Variationen über die im Gottesdienst gesungenen Weihnachtslieder. Das Duo Wendlandt /Langner ergänzte sich aufs Beste.

Der Cantate!-Chor begab sich für sein erstes Lied „Ding dong bells“ auf die Empore, weil schließlich Glocken auch von oben ertönen, und dieser mit Beifall bedachte Auftritt öffnete alle Tore zu der liturgischen Feier.

Nachdem dann alle Besucher mit „Süßer die Glocken nie klingen“ einen stimmgewaltigen Chor gebildet hatten, sprach Pfarrer Thomas Waubke den Musizierenden ebenso ein großes Dankeschön aus wie den Gästen. Die einen seien gekommen, um Musik zu machen, die anderen, um Musik zu hören. Eines verbinde aber alle: das Feiern des Weihnachtsfestausklangs.
Und so wechselten sich die Positionen, mal brachte der Cantate!-Chor Lieder zu Gehör, mal stimmten die Gottesdienstteilnehmer mit ein.

Unterbrochen wurde dieses überzeugende Miteinander von Lesung und Erzählung. Während Vikarin Louisa Frederking aus dem Brief an die Hebräer vorlas, trug Pfarrer Thomas Waubke seine Erzählung „Als Gott Vater wurde“ (nach einer Idee von Christine Niemeyer) vor. Sie lud zum Schmunzeln ein, denn Gott war auf einmal sehr menschlich geworden und bereitete so seinen Engeln gehörige Kopfschmerzen. Der Erzähler untermalte diese Geschichte mit überzeugender Gestik und Mimik, sodass ihm gedanklich sehr viel Beifall galt. Den gab es sehr real für Chor und die Instrumentalisten.

Dieser Festausklang in Musik und Wort dürfte den Akteuren und den Zuhörern gleichermaßen noch lange in bester Erinnerung bleiben.pb

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