Warten auf den Storch

Auf dem Dach der alten Gittelder Molkerei befindet sich jetzt ein Storchennest

In rund 14 Meter Höhe können sich zukünftig Störche in Gittelde niederlassen.

Gittelde. Das neue „Eigenheim“ ist fertig, die neuen „Mieter“ können einziehen. Nachdem in den vergangenen Jahren immer wieder mehrere Weißstörche Rast gemacht hatten auf den Dächern von Gittelde, steht nun seit Mittwoch ein bezugsfertiges Storchennest auf dem Kamin der ehemaligen Molkerei in der Neustadt bereit.

Die Idee dazu entstand bereits vor rund anderthalb Jahren von einer kleinen Gruppe Gittelder. Jetzt haben Jürgen Biegling, Heinz Kronjäger (Viehwaage-Genossenschaft), Dietmar Lehn, Thomas Helmold (Dachdecker) und Olaf de Vries (Heimat- und Geschichtsverein) sie in die Tat umgesetzt.

Das Storchennest ist im eigentlichen Sinn ein rostfreies Gitter mit einem Ring, in dem sich Birkenreisig befindet. Es sitzt auf dem ehemaligen Schornstein der Molkerei in rund 14 Metern Höhe und hat einen Durchmesser von rund 140 Zentimetern. Das Gebäude gehört der Viehwaage-Genossenschaft. Man habe sich im Vorfeld bei dem Storchenbeauftragten des ehemaligen Regierungsbezirks Braunschweig nach den Voraussetzungen für den Bau eines Storchennestes erkundigt, so de Vries.

Der Weißstorch braucht neben ausreichender Nahrung auch einen guten Nistplatz. Das Storchennest wird auch Horst genannt. Ursprünglich brüteten Störche auf hohen Bäumen. Heute bauen sie ihre Nester vermehrt auf Türmen, Kaminen oder Masten. Das Storchennest muss an einem möglichst hohen Punkt liegen, damit die Vögel gut hin- und wegfliegen können. Zudem brauchen die Störche freie Sicht auf die umliegenden Nahrungsflächen, um rasch genügend Futter für die Jungtiere zu finden. Störche sind ihrem Brutplatz treu und besetzen jedes Jahr wieder den gleichen Horst. Dieser wird gegen Eindringliche auch heftig verteidigt.

„Wir sind alle froh, dass es so gut geklappt und dass auch das Wetter mitgespielt hat“. Es kann nun also Frühling werden, die Störche können kommen.hn

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