Was wird aus dem Schützenhaus?

Schützengesellschaft Windhausen wurde aus zwei Verbänden rückwirkend gekündigt

Wer hat Interesse an dem Schützenhaus in Windhausen?

Windhausen. Während der Jahreshauptversammlung der Schützengesellschaft Windhausen im März dieses Jahres versicherte der Präsident des Kreisschützenverbandes, Oliver Riehn, dass es schade um jede Schützenschwester und jeden Schützenbruder wäre, der die Reihe der großen Gemeinschaft verlassen müsse. Doch zu diesem Zeitpunkt war der Rausschmiss durch den LandesSportBund und den Niedersächsischen Sportschützenverband (NSSV) bereits geschehen.

Um genau darüber zu informieren hatten die beiden Liquidatoren der Schützengesellschaft Windhausen, Gerlinde Brügemann und Rüdiger Oppermann, zu einer Mitgliederversammlung ins Schützenhaus geladen, der in großer Zahl Folge geleistet wurde.

Rüdiger Oppermann legte seinen Bericht darüber vor, was er und seine Ehrenamtskollegin bislang auf die rechtlichen Beine gestellt haben. Man sei in dem laufenden Sperrjahr, ab 23. Januar 2019, an örtliche und überörtliche Vereine sowie Privatpersonen herangetreten, doch niemand äußerte Interesse daran, das rund 1.000 m² umfassende Gebäude beziehungsweise das dazu gehörende rund 3.000 m² großem Weideland nutzen zu wollen. Gerlinde Brüggemann rief die Mitglieder dazu auf, sich umzuhören, ob es doch Interessenten gebe, welche das Anwesen erwerben wollen. Sie sollten sich dann an sie oder an Rüdiger Oppermann wenden.

„Wir sind immer noch in dem Glauben gewesen, dass einem Fortbestand der Schützengesellschaft nichts mehr im Wege stehe, wenn man denn einen neuen Vorsitzenden aufweisen könne“, erklärte Oppermann. Erschreckenderweise sei man aber eines Besseren belehrt worden, denn die Sachbearbeiterin „Vereinsaufnahmen des LandesSportBundes Niedersachsen“ ließ KSV-Präsident Oliver Riehn wissen, dass die Schützengesellschaft Windhausen rückwirkend zum 7. Januar 2019 weder Mitglied im LSB noch im KSV sei. Sie selbst hätten dieses Schreiben nur per Mail erhalten.

In der Mail an Oliver Riehn steht unter anderem: „Vorweg ist zu sagen, dass der Verein mit Stand heute auch nicht mehr Mitglied im NSSV ist und somit für die ehemaligen Mitglieder alle sich aus der NSSV- und LSB-Mitgliedschaft ergebenen Berechtigungen wie Versicherungsschutz, Wettkampfteilnahme etc. ab sofort nicht mehr bestehen. Sollte der Verein wieder aufleben, muss er die Mitgliedschaft beim KSV neu beantragen. Beim LSB kann man selbstverständlich auch wieder Mitglied werden. Unter bestimmten Bedingungen verlang der LSB aber eine Wiederaufnahmegebühr von 500 Euro“.

Die sich daraus ergebene Situation führte jetzt dazu, dass man alles gekündigt hat. Für die Waffen und das Mobiliar haben andere Vereine und Mitglieder schon Interesse angemeldet. In jedem Falle werden die beiden Liquidatoren am Ende des Liquidationsjahren (Januar 2020) eine letzte Versammlung einberufen.pb

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