Wassergebühren bleiben konstant

Betriebsausschuss beschäftigte sich mit Jahresabschluss 2017 der Ver- und Entsorgungsbetriebe

Das Mundloch des Magdeburger Stollens in Bad Grund.

Windhausen. Eine gute Nachricht für die Einwohner der Gemeinde Bad Grund: Die Wassergebühren bleiben auch im kommenden Jahr nahezu konstant. In der letzten Betriebsausschusssitzung der Ver- und Entsorgungsbetriebe in diesem Jahr ging es um den Jahresabschluss 2017 im Bereich Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt einen ausgewiesenen Jahresüberschuss von insgesamt 74.461 Euro.

Davon entfällt auf den Bereich Wasserversorgung ein Gewinn von rund 3.300 Euro und auf den Bereich Abwasserbeseitigung ein Gewinn von rund 71.100 Euro. Diese Überschüsse werden auf das Wirtschaftsjahr 2018 vorgetragen, berichtete der Kämmerer der Gemeinde Bad Grund, Volker Höfert. Aufbauend auf den Ergebnissen des Jahres 2017 sowie der Kostenentwicklung in diesem Jahr sei erneut eine einjährige Kalkulation der Gebührensätze erstellt. Diese ergebe keine nennenswerten Veränderungen in der Gebührenkalkulation. Unverändert bleibt dabei die Wasserverbrauchsgrundgebühr bei 1,72 Euro pro Kubikmeter.

Leicht angehoben wird jedoch die Wassergrundgebühr je Hauswasserzähler und Monat von bisher 6,62 Euro (Großwasserzähler bisher 66,20 Euro) auf 6,92 Euro (Großwasserzähler 69,20 Euro), also nur um 30 Cent. Unverändert bleiben die Gebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser. Diese liegen beim Schmutzwasser bei 2,94 Euro pro Kubikmeter, bei der Niederschlagswasserzusatzgebühr bei 0,11 Euro pro Kubikmeter und bei der Niederschlagswasser-Grundgebühr bei 10,45 Euro je Verrechnungseinheit.

Auch der positive Effekt im Bereich der Umsatzerlöse trägt dazu bei, dass die Gebühren nicht erhöht werden müssen, so Höfert, der aufgrund des trockenen Sommers davon ausgeht, dass sich die Erlöse auch in diesem Jahr positiv entwickeln werden. „Dieser Effekt wirkt sich positiv auf den Jahresabschluss aus“, so Höfert. Auch in 2019 rechne man mit einer Abnahmemenge von 356.000 Kubikmetern.

In der Sitzung ging es auch um die überplanmäßige Auszahlung für die Baumaßnahme der Ver- und Entsorgungsbetriebe „Am Rösteberg“ in Bad Grund (wir berichteten). Zur Finanzierung der Maßnahme, die aufgrund von enormen Kostensteigerungen neu geplant werden musste, wird der Eigenbetrieb eine überplanmäßige Auszahlung vornehmen.

In seinem Bericht erwähnte der Betriebsleiter, Uwe Schiller, dass bis jetzt schon wieder 23 Rohrbrüche zu verzeichnen gewesen seien, allerdings seien auch zwei Hydranten mit dabei. „Weiterhin ist der Trend zu erkennen, dass Rohrbrüche weniger werden“, so Schiller. Im selben Zeitraum waren es im vergangenen Jahr 25 Rohrbrüche. Weiterhin mussten zwei Hauptförderpumpen aufgrund eines Defektes und aufgrund des hohen Alters im Magdeburger Stollen ausgetauscht werden. Die daraus resultierenden Investitionen in Höhe von 17.000 Euro je Pumpe und diversen Änderungen innerhalb des Pumpengebäudes am Magdeburger Stollen mit insgesamt 10.000 Euro sollen als überplanmäßige Auszahlung in Höhe von 45.000 Euro aus anderen Maßnahmen dargestellt werden. Durch die neue Pumpen- und Steuertechnik sind insgesamt Stromeinsparungen von etwa 8.000 kWh/Jahr zu erwarten.

Ein großes Problem sei nach wie vor der Wasserverlust von ungefähr 90.000 Kubikmetern. Daran soll weiter mit den Messtechniken gearbeitet werden, wofür jedes Jahr rund 50.000 Euro zur Verfügung stehen. „Da können wir von Glück sagen, dass die Gemeinde Bad Grund den größten Teil des Wassers nicht einkaufen muss“, so Höfert. Weitere Investitionen sind die Erweiterung der Klärschlammvererdung bei Förste.

Für das Jahr 2020 sind für die Erweiterung mit zwei neuen Beeten rund 900.000 Euro vorgesehen. Weiter beobachtet werden müsse auch der Magdeburger Stollen, bei dem es bei Starkregen-Ereignissen oft zu Eintrübungen komme, so Schiller. Die Ergebnisse der regelmäßigen Beprobungen durch das Labor der Harzwasserwerke des Trinkwassers habe keine Auffälligkeiten gezeigt. Probleme in der Trinkwasserversorgung gebe es keine, die Schüttung aller Gwinnungsanlagen sei weiterhin als ausreichend einzuschätzen.

Außerdem berichtete der Betriebsleiter, dass der Baubetriebshof für den bevorstehenden Winterdiensteinsatz gerüstet sei. Es seien etwa 160 Tonnen Salz bei den Silos in Bad Grund und dem Salzlager auf dem Betriebshof eingelagert. Außerdem berichtete er, dass sich der Vorarbeiter des Baubetriebshofes, Dietmar Lehn, im Januar in den Ruhestand gehen wird. Der neue Bauhofsleiter, Stefan Steingrube, hat bereits seine Arbeit aufgenommen und berichtete von dem guten Klima unter den Mitarbeitern.hn

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