Wiederbeginn der Schule mit Abschlussklassen kann gut gelingen

Die Oberschule Badenhausen bringt die drei Klassen weit auseinander gelegen im Alt- und Neubau unter

Den schrittweisen Schulbeginn mit zunächst drei Abschlussklassen kann die OBS Badenhausen gut in den Griff bekommen. Schwieriger wird es, wenn nach und nach die anderen Klassen kommen.

Badenhausen. „Die Wiederaufnahme des Schulbetriebes bekommen wir gut hin“. Das sagt der Leiter der Oberschule in Badenhausen (OBS), Frank Keller, in einem Gespräch mit unserer Zeitung am Donnerstag. An dem Vormittag hatte Keller gerade den aktuellen „Rahmen-Hygieneplan Corona Schule“ vom Niedersächsischen Kultusministerium erhalten.

In der kommenden Woche starten zunächst die drei Abschlussklassen wieder mit dem Unterricht. Laut Plan sollen maximal 16 Schüler pro Raum und mit dem Anstand von anderthalb Metern unterrichtet werden. In der OBS habe man höchstens elf pro Klasse, genau gesagt sind es insgesamt 29 Schüler.

Zwei der kleinen Klassen werden im Altbau untergebracht. Die einen werden ihren Raum direkt neben der Mensa haben, die anderen gehen durch die Hausmeisterwohnung ganz links am Altbau. Die dritte Klasse wird den Schulunterricht im neueren Flachbau haben. Alle Klassen können in den Pausen ihren eigenen Schulhof benutzen und es stünden auch eigene WC-Anlagen zur Verfügung, so Keller.

In den Pausen ist für eine verstärkte Aufsicht gesorgt, sodass auch in diesen Zeiten die Hygienevorschriften eingehalten werden. Das gleiche gelte für die Bushaltestelle. Wie Keller berichtet, ist das Tragen von Mund-Nasen-Schutz im Unterricht und in den Pausen keine Pflicht. „Wer eine Maske tragen möchte, kann das natürlich trotzdem tun“. In dem Erlass des Niedersächsischen Kultusministeriums zur schrittweisen Schulöffnung werden auch die Risikogruppen behandelt.

Darin heißt es unter anderem, dass Lehrkräfte, die einer Risikogruppe angehören, auf eigenen Wunsch nach Vorlage eines ärztlichen Attestes im Homeoffice verbleiben. Auch Schülerinnen und Schüler einer Risikogruppe sowie diejenigen, die mit Angehörigen von Risikogruppen in häuslicher Gemeinschaft leben, können ins Homeoffice gehen.

Die Schüler, die im häuslichen Lernen verbleiben, werden von ihren Lehrkräften mit Unterrichtsmaterial, Aufgaben und Lernplänen versorgt. „Im Unterricht in der Schule tauschen wir uns natürlich ganz anders aus als beim Lernen von Zuhause aus“, betont Keller, der die Bedenken einiger Eltern nachvollziehen kann. „Das ist nicht einfach, aber hier gilt es, eine Risikoabwägung zu machen“. Der Hygieneplan sei relativ gut umzusetzen.

„Die Situation ist für uns alle ganz neu, und jeder Plan hat auch seine Schwächen“. Das werde sich aber wohl erst im laufenden Betrieb zeigen. Zumal sich die Situation mit dem schrittweisen Beginn mit den Abschlussklassen noch recht leicht darstelle. Schwieriger werde es, wenn nach und nach die anderen Klassen dazukommen, dann werde es irgendwann auch mit den Räumlichkeiten und natürlich auch mit der dann benötigten Anzahl an Lehrern knapp.

In der kommenden Woche starten nur die Abschlussjahrgänge (Klasse 13/Sek II und die Klassen 9 und 10 der Sek I). Am 4. Mai starten die 4. Klassen der Grundschulen. Am 12. Mai beginnt die 12. Klasse der Sek II ihren Unterricht und am 18. Mai starten die 9. und 10. Klassen der Sek I sowie die 3. Klassen der Grundschule.

In der dritten Phase Ende Mai sollen die 11. Klassen der Sek II, die 7. und 8. Klassen der Sek I und die 2. Klassen der Grundschulen dran sein. Bis Anfang Juni kommen dann die 5. und 6. sowie die 1. Klassen dazu. Keller lobt trotz aller Umstände die Arbeit des Kultusministeriums in diesen Zeiten.

„Sicher kann das Ministerium nicht jede Besonderheit eines Standortes auf dem Schirm haben. Das Kultusministerium bemüht sich aber sehr, um alle Wägbarkeiten miteinzubeziehen“. Sorgen macht sich Keller allerdings um die nahe Zukunft: „Ich frage mich wirklich, wie das alles nach den Sommerferien weitergehen soll“.nie