Wittestift Teichhütte: zweiter Bauabschnitt fertig

Sanierung der Fassade und der Außenanlagen erfolgte mit Fördergeldern aus dem Dorferneuerungsprogramm

Der Bürgermeister Harald Dietzmann, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement und Leitung Ver- und Entsorgungsbetriebe Uwe Schiller, Ortsbürgermeister Olaf de Vries und Sachbearbeiter Gebäudemanagement Norman Schöne (von links) vor dem über 100 Jahre alten Fachwerkhaus.

Gittelde/Teichhütte. Es ist schon ein Schmuckstück, das Fachwerkhaus mit den Sprossenfenstern und Dachgauben an der Thüringer Straße in Teichhütte, das auch als ehemaliges Gebäude des sogenannten Witte-Stifts bekannt ist und sich im Eigentum der Gemeinde Bad Grund befindet. Seit rund vier Wochen ist nun auch der zweite Bauabschnitt, nämlich die Sanierung der Außenanlagen, im Rahmen der Dorferneuerung fertiggestellt worden.

Auf dem Grundstück wurden alle Abflussrinnen und Borde sowie die Kiesrigole (Auffangflächen, die das Regenwasser aufnehmen und versickern) rund um das Gebäude erneuert. Bei der Gelegenheit wurde auch die Regenwasserentwässerung und drei Schächte neu angelegt. Zudem wurde die Auffahrt und das Grundstück begradigt und eine zu dem Haus passende Zaunanlage gebaut. Da, wo es nötig war, wurde Rasen gesät. Insgesamt wurden im zweiten Bauabschnitt rund 68.200 Euro aufgewendet. Etwa 19.000 Euro davon entfallen auf Tiefbaumaßnahmen, die nicht über die Dorferneuerung laufen. Auf rund 40.000 Euro beläuft sich die Fördersumme.

„Das Gebäudemanagement hat sehr gut kalkuliert“, so Dietzmann „im Bestand zu sanieren, ist immer eine Herausforderung und wir sind froh, dass wir dieses Ensemble mit Hilfe der Förderung sanieren konnten“. Dennoch sei man noch nicht ganz fertig. Denn es soll auch die vorhandene Garage noch zu Carports umgebaut werden. Zudem müsse man in den kommenden Jahren nach und nach die insgesamt vier Wohneinheiten sanieren. Bereits im September 2020 wurde der erste Bauabschnitt fertiggestellt. Damals wurden marode Holzelemente im Fachwerk ausgetauscht, und die Gefache neu verfugt. Sockel und Fassade wurden neu gestrichen, neue Fenster und Balkontüren eingebaut. Alle Dachrinnen und Fallrohre wurden erneuert, teilweise erfolgten auch Reparaturen am Dach.

Am Nebengebäude links neben dem Haupthaus wurden die Putzflächen und die Schuppentüren instand gesetzt. Die Dachrinnen wurden auch dort erneuert. Ebenso wurde der Sockel instand gesetzt und gestrichen. Die Maßnahmen des ersten Bauabschnitts haben insgesamt 167.000 Euro gekostet, 137.000 kamen aus der Dorferneuerung und der Eigenanteil der Gemeinde betrug 30.000 Euro.

Ehemalige Stiftung der Firma Mende

Die ehemalige Hermann Witte-Stiftung bestand im Zusammenhang mit der Firma Mende und hatte einen Aufsichtsrat und einen Vorstand. Diese Gremien wachten über die ordnungsgemäße Abwicklung des Stifts, das um 1900 das Witte-Stift errichten ließ. Dieses Haus sollte Mitarbeitern von Mende Wohnraum bieten. Allerdings haben 1976 diese Gremien die Auflösung der Stiftung beschlossen. Das Vermögen sollte entweder dem DRK-Kreisverband oder der Arbeiterwohlfahrt Hannover übertragen werden.

Doch beide lehnten ab. Der damalige Rat des Fleckens Gittelde erklärte sich bereit, das Gebäude und das Grundstück als Eigentum zu übernehmen. Nach der Abwicklung wurde 1981 die Auflösung der Stiftung zu Ende gebracht. In der letzten geltenden Satzung hieß es dann, dass das vorhandene Vermögen (rund 5.000 Mark) und das Haus an den Flecken Gittelde zu übertragen ist.

Damit verpflichtete sich der Flecken, freistehende Wohnungen vorzugsweise Mitarbeitern der Firma Mende zu überlassen. Diese Pflicht hat sich mit der Auflösung der Firma erledigt. Die vier Wohnungen des Ensembles sind noch immer sehr gefragt, da sich die Bushaltestelle und der Einkaufsmarkt praktisch vor der Haustür befinden.hn

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