Auch bei über 30 Grad im Einsatz

Der Bornumer Dirk Fuhrmann tritt bei Firefighter-Challenge in Mumbai an

Der Wettbewerb in Mumbai hat von Dirk Fuhrmann einiges abverlangt. Besonders die Hitze machte dem Bornumer zu schaffen.

Bornum. Die Reise nach Mumbai war für Firefighter Dirk Fuhrmann wahrlich kein Zuckerschlecken. Vor allem die äußeren Bedingungen in der indischen Metropole haben dem Bornumer Feuerwehrmann einiges abverlangt. Die Feuerwehr der 20-Millionen-Stadt hatte im Rahmen des Wettbewerbs „Fire Combat 360“ Teams aus aller Welt zum international anerkannten Fitnesstest eingeladen. Zu den 15 Startern aus Europa gehörte auch das TFA-XCross-Team, in dem Dirk Fuhrmann regelmäßig mit vier weiteren Feuerwehrleuten an den Start geht.

„Diese Reise bleibt allein schon wegen der vielen Impressionen unvergessen“, berichtet der Bornumer nach seiner Rückkehr. Vor allem die Menschen und ihre freundliche Art hätten einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Wir wurden als Feuerwehrleute regelrecht verwöhnt. Es gab für die Mannschaften sogar Zelte mit Klimaanlagen“, berichtet der 55-Jährige, der bereits an vielen nationalen und internationalen Ausscheidungen teilgenommen hat. Nicht so angenehm waren dann die Wettbewerbsbedingungen bei über 30 Grad Celsius. „Die Einsatzkleidung wiegt allein schon 20 Kilogramm. Dazu kommt die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit“, berichtet der routinierte Feuerwehrmann.

Die Aufgaben, die mittlerweile bei Wettbewerben Standard sind, sorgten dann für einige Schweißperlen auf der Stirn. Zum Auftakt muss ein 19 Kilogramm schweres Schlauchpaket einen zwölf Meter hohen Turm hochgetragen werden. Wieder zurück auf dem Boden wartet bereits ein Vorschlaghammer, mit dem ein 72,5 Kilogramm schweres Gewicht um 1,50 Meter verschoben werden muss. Ebenso gilt es, eine mit Aufgaben gespickte Slalomstrecke zu meistern. Am Schluss zieht der Feuerwehrmann dann noch eine 80 Kilogramm schwere Puppe über eine Strecke von 30 Metern.

Im National Sport Club waren die Teilnehmer und Sponsoren, die für die Anreise und das Hotel der Firefighter-Elite gesorgt haben, dann quasi unter sich. „Es war auch so etwas wie eine Veranstaltung von hohem gesellschaftlichem Wert mit viel lokaler Prominenz. Die Bevölkerung blieb da leider außen vor. Ein wenig Bollywood durfte natürlich auch nicht fehlen. So haben sich dort auch etliche Schauspieler sehen lassen“, berichtet Dirk Fuhrmann. Am Ende gelang dem TFA-XCross-Team von Joachim Posanz ein respektabler siebter Platz von 31 Mannschaften.

Die einheimischen Gruppen wurden vorher über mehrere Wochen auf diesen Wettkampf vorbereitet. Eingeladen waren auch Feuerwehrchefs anderer indischer Großstädte, damit diese sich einen Eindruck über die Leistungsfähigkeit machen konnten. Eine Zielsetzung war es, diese Art von Feuerwehrsport auch in Indien bekannt zu machen und für die Zukunft zu etablieren. „Auf jeden Fall war es für alle Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis. Von den vier Tagen konnten wir zwei frei gestalten und ein wenig die Stadt erkunden. Da haben wir viel gesehen, leider in den Straßen auch sehr viel Armut“, erinnert sich der Bornumer Feuerwehrmann, für den nun wieder der Alltag in der Ortswehr beginnt.mv