Auch UWG/Grüne stellen Anträge im Rat

Gruppe möchte Bürgerpark in „Brennecke Park“ umbenennen / Stadtarchiv in Heiliggeist-Kapelle?

Die Gruppe UWG/Grüne wirft als dritten neuen Standort für das Stadtarchiv die ehemalige Heiliggeist-Kapelle in den Ring. Morgen wird im Rat über die verschiedenen Anträge gesprochen.

Bockenem. Auf der Tagesordnung der kommenden Ratssitzung am morgigen Dienstag steht auch der CDU-Antrag, das Haus Papenberg künftig in „Bürgerhaus Gerd Brennecke“ umzubenennen. Die Gruppe UWG/Die Grünen im Rat vertritt dazu eine andere Auffassung und hat diese jetzt in einem Antrag an den Bürgermeister geleitet, welcher die Umbenennung des Bürgerparks an der Ortshäuser Straße in „Brennecke Park“ vorsieht. Ausschlaggebend für diese nach längerer Diskussion getroffene Entscheidung sei gewesen, dass sich der langjährige Bürgermeister Gerd Brennecke mit viel Engagement für diese Parkanlage eingesetzt habe. Bereits in der Vergangenheit hätten deshalb Bürger der Stadt von einem „Brennecke Park“ gesprochen. Eine derart enge Verbindung habe es zwischen dem zu ehrenden Altbürgermeister und dem Haus Papenberg hingegen nicht gegeben.

Die Gruppe UWG/Die Grünen hätte in dieser Angelegenheit im Vorfeld eine ratsinterne Diskussion für sinnvoller gehalten. Da der CDU-Antrag jedoch nunmehr im Internet veröffentlicht wurde, sei diese Chance leider vertan worden.

In einem weiteren Antrag spricht sich die Gruppe UWG/Die Grünen dafür aus, die Nutzung der zum Verkauf angebotenen ehemaligen Heiliggeist-Kapelle als neuen Standort für das Stadtarchiv zu prüfen. Die CDU hingegen hat sich hier bereits auf eine mit einem Umbau verbundene Nutzung des Gebäudes zwischen dem Museum und dem Haus Papenberg festgelegt. Die Gruppe UWG/Die Grünen vertritt die Auffassung, dass die ehemalige Heiliggeist-Kapelle wesentlich kostengünstiger und langfristig auch sinnvoller umzugestalten sei.

Schließlich liegt der Stadt noch ein dritter Antrag dieser Gruppe vor, welche avifaunistische Untersuchungen im Bereich des geplanten Windparks östlich des Königturms fordert. Etliche Hinweise aus der Bevölkerung zeigten, dass Rotmilane und Schwarzstörche das Gebiet wesentlich häufiger überfliegen als zum Zeitpunkt der mittlerweile rund fünf Jahre zurückliegenden Untersuchungen im Rahmen des Änderungsverfahrens. Mit diversen Ausbaumaßnahmen an der Nette seien die Wiesen dort immer feuchter geworden, wodurch sich das Nahrungsangebot für Schwarzstörche verbessert habe. Der Weg dorthin führt durch das geplante Windkraftgebiet. Diese neue Situation, so der Antrag der Gruppe UWG/Die Grünen, muss jetzt in einem neuen Gutachten untersucht und dargestellt werden.mk

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