Bauarbeiten neigen sich dem Ende zu

Schulhof der Grundschule Bockenem neu gestaltet / 7.500 Euro Spende vom Elternverein

Rund 50 Helfer verteilten das neue Holzhack und pflanzen die Hecke am Zaun in Richtung Straße.

Bockenem. So langsam enden vier Jahre der Bauarbeiten an der Grundschule in Bockenem. Nach zwei Anbauten, einer Innensanierung und einem Lehrer-Parkplatz kommen derzeit als letztes die Außenbereiche an die Reihe. Dazu hatte die Schule am vergangenen Freitag und Sonnabend zu Arbeitseinsätzen aufgerufen. Es galt die bisherige Kiesfläche im vorderen Teil des Schulhofes mit 230 Kubikmetern Holzhackschnitzeln zu bestücken und eine Hecke zu setzen. Die Vorarbeiten dazu hatte der städtische Bauhof während der Osterferien erledigt. Der alte Fallschutzkies musste heraus, Kantensteine wurden gesetzt. „Die Vorarbeit der Stadt war wirklich gut. Das war sogar noch deutlich vor dem Plan fertig“, lobte Schulleiter Lars Kohrs.

Als Ersatz für den Kies hatte sich die Schule das Holzhack gewünscht, die Politik hatte dem zugestimmt. „Der Kies war nach wenigen Zentimetern schon sehr fest und hat seine Aufgabe daher nicht mehr erfüllt“, erklärte Kohrs. Das Holz hat gegenüber diesem zahlreiche Vorteile. Es ist weicher, natürlicher und deutlich leiser. „Wenn 100 Kinder über den Kies laufen, ist das ein Riesenlärm und sehr stressig. Jetzt werden die Kinder nach den Pausen deutlich entspannter in den Unterricht kommen“, so der Schulleiter. Außerdem bringt es mehr Farbe und auch der Aspekt Umweltschutz spielt eine Rolle. Zwar wird vor allem in den ersten Wochen einiges an Holz in die Räume mit reingetragen, doch „das war beim Kies auch schon so.“ Nicht zuletzt ist es deutlich einfacher aufzufüllen, wenn es über die Zeit verloren geht. „Das können wir dann auch einfacher selbst machen, ohne die Stadt großartig zu benötigen“, ist sich Kohrs sicher.

Am Freitag wurden zunächst die Betoneinfassungen für die Hecke gesetzt, sowie zehn Kubikmeter Erde verteilt. Nachdem im vergangenen Jahr bereits der Zaun in Richtung des neuen Einzelhandels nebenan „versteckt“ wurde, geschieht dies nun auch mit dem Zaun in Richtung Straße. „Wir haben 160 Buchen gepflanzt, insgesamt sind es gut 50 Meter Hecke“, berichtet der Rektor. Dazu wird es künftig auch ein Schutz gegenüber dem Dreck von der Straße aus sein. „Als sich der Ausschuss das hier angeguckt hat, kam gerade ein alter Lkw vorbeigefahren und hat eine riesige Staubwolke aufgewirbelt. Wir standen hier dann erst einmal völlig eingenebelt. Die Hecke wird auch dagegen etwas Schutz bieten.“

Neben der Stadt dankte Kohrs auch dem Elternverein, der für die gesamte Maßnahme insgesamt 7.500 Euro an Spenden dazusteuerte und zudem an beiden Tagen für die Verpflegung der rund 50 Helfer sorgte. Der Schulleiter freute sich sehr darüber, dass rund zwei Drittel des Lehrerkollegiums mit anpackten, teilweise sogar an beiden Tagen. Mit vielen Schubkarren und zwei großen Baggern ging die Arbeit schnell von der Hand. In der kommenden Woche wird der Bauhof noch die letzten Kantensteine setzen, die neue Schaukel fertigstellen und die Kletterpyramide wieder herrichten. Dann ist auch dieser Teil fertig und „die Kinder können zurück auf ihren geliebten Schulhof.“

Als nächstes steht noch das Projekt Schulgarten an. Dieser ist nun größer geworden. Geplant sind dort Gemüse-Hochbeete, eine Blühwiese, ein Insektenhotel, eine Sitzecke und drei Obstbäume. Im Juni soll es einen Tag der offenen Tür geben. Bis dahin sollen auch die letzten Reste der Arbeiten beendet sein, hofft Lars Kohrs.dh

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