Baustellenärger auf der Autobahn

Die Abfahrt Derneburg sorgt auf der A 7 in Richtung Süden bei manch einem Verkehrsteilnehmer für Ärger

Die Abfahrt Derneburg sorgt in Fahrtrichtung Kassel derzeit für Ärger bei manch einem Autofahrer. Während die Anschlussstelle nur über die Geradeausspur erreicht werden kann, gehen die beiden Hauptfahrstreifen in dem Schenkel nach links weg.

Bockenem. Vollsperrungen, Bauarbeiten, lange Staus: Die Nachrichten von der Autobahn 7 sorgen in den vergangenen Wochen für großen Unmut in der Region. Auch am vergangenen Wochenende musste die Fahrbahn im Zuge der Bauarbeiten wieder für eine längere Zeit voll gesperrt werden. Gerade im Berufsverkehr kommt es auch auf den Umleitungsstrecken zu teilweise massiven Behinderungen. Auf der Bundesstraße 243 stauten sich die Fahrzeuge am Freitag vom Söder Heidekrug bis Groß Düngen. Für Unmut sorgt bei einigen Pkw-Fahrern scheinbar auch die Abfahrt Derneburg. Wer die Autobahn in Fahrtrichtung Kassel verlassen will, muss sich innerhalb der Baustelle rechts halten und dann geradeaus fahren. Die zweispurige Richtungsfahrbahn geht in dem Schenkel dann nach links weg.

Leonie Hilger ist die veränderte Verkehrsführung in dem Bereich in keiner guten Erinnerung geblieben. Die 31-Jährige hatte vor, die A 7 in Derneburg zu verlassen. Das gelang ihr nicht, weil sie nicht mehr den Fahrstreifen wechseln konnte. „Ich war sehr überrascht, konnte natürlich das Steuer nicht plötzlich nach rechts reißen, damit ich die Geradeausspur erreiche“, erläutert die Pflegefachkraft, die beruflich sehr viel unterwegs ist. Leonie Hilger kritisiert die schlechte Beschilderung, die nur unzureichend auf die Abfahrt Derneburg hinweist. Zudem sei der einspurige Abzweig sehr eng. Gerade für Ortsunkundige, bei schlechter Witterung oder Dunkelheit würde ihrer Meinung nach die aktuelle Verkehrsführung zu Problemen führen. Sie hofft darauf, dass die Beschilderung deutlicher auf die Situation hinweist. Das kann Detlef Hornburg ebenfalls bestätigen. Der 50-Jährige hat mit der Abfahrt ebenfalls schlechte Erfahrungen gemacht. Der Hohenhamelner sieht Verbesserungen in dem Abschnitt genauso als sinnvoll an.

Die Polizei gibt den beiden teilweise Recht. „Es wird noch eine Nachbesserung bei der Beschilderung in den nächsten 14 Tagen geben. Wie es derzeit ist, ist es nicht zu hundert Prozent optimal“, erklärt Claudia Stender von der Autobahnpolizei Hildesheim gegenüber dem „Beobachter“. Sie sagt aber auch ganz deutlich, dass aufmerksame Fahrer die Schilder richtig deuten können. Die vorhandene Beschilderung würde rechtzeitig auf die Abfahrt Derneburg hinweisen. Natürlich könne zum Beispiel eine Fahrt in einer Kolonne dazu führen, dass die veränderte Verkehrsführung nicht so deutlich erkannt wird. Leonie Hilger blieb am Ende keine andere Wahl, als bis zur Anschlussstelle Bockenem zu fahren. „Vorher ist ein Abfahren ja nicht möglich. Dadurch war ich dann knapp 20 Minuten später am Ziel. Das ist schon sehr ärgerlich gewesen“, erklärt die Pkw-Fahrerin.mv

Bockenem

Neuer Fallschutz auf dem Schulhof