Bockenem hat eine neue Stadtspitze

Stadtrat konstituiert sich / Anke von Gadenstedt zur Ratsvorsitzenden gewählt

Bürgermeister Rainer Block bildet zusammen mit (von links) Dr. Katja Günther-Schade, Anke von Gadenstedt und Katharina Spengler in der kommenden Legislaturperiode die Spitze der Stadt Bockenem.

Bockenem. Schnell und reibungslos verlief die erste Sitzung des neuen Stadtrates am Montagabend. In erster Linie waren Formalitäten zu erledigen, von der Vereidigung des Bürgermeisters bis hin zur Besetzung der Ausschüsse und Beiräte. „Die erste Sitzung ist einerseits immer etwas langweilig, weil alles vorgegeben ist. Andererseits ist sie aber auch spektakulär, weil wir nun einen neuen Rat haben“, fasste es der alte und neue Bürgermeister Rainer Block zusammen. Er wurde bekanntlich bei den Wahlen am 12. September ohne Gegenkandidaten mit 84,49 Prozent der Stimmen in eine zweite Amtszeit gewählt. Seine Vereidigung nahm das älteste Ratsmitglied vor – Hiltje Menge. Später in der Sitzung führte sie auch die Wahl des Ratsvorsitzes durch. Als stimmenstärkste Partei hat die CDU traditionsgemäß das Vorschlagsrecht. Sie nominierte Anke von Gadenstedt, die bei zwei Enthaltungen auch gewählt wurde. Ihr Stellvertreterin ist Dr. Katja Günther-Schade (SPD). Als stellvertretende Bürgermeister wirken künftig Katharina Spengler (CDU) und Dr. Katja Günther-Schade. Sie stellen künftig zusammen mit dem Bürgermeister die Stadtspitze.

Zuvor hatte der stellvertretende Gemeindewahlleiter Willi Bredo berichtet, dass gegen die Kommunalwahlen keinerlei Beschwerden eingegangen seien, sodass diese automatisch als gültig gelten. Als stärkste Partei war die CDU aus diesen hervorgegangen, sie erhält wie auch zuvor elf Abgeordnete. Mit Frank Ebeling, Jan Robert Ohlendorf, Janis Tegtmeyer und Felix Uhde sind vier neu dabei. Die SPD hat ebenfalls wie zuletzt neun Mandate ergattern können. Neu im Rat sind Sonja Lindenberg und Birgitt Voß. Die Grünen konnten sich von ein auf zwei Abgeordnete verbessern, Karin Bunk ist erstmals mit dabei. Die UWG hat einen Platz verloren und ist nun mit Ralf Wank vertreten. Bei den Unabhängigen bleibt es bei Hiltje Menge. Die drei „kleinen“ Parteien beziehungsweise Wählerverenigungen bilden zusammen eine Gruppe. Sie haben in den Ausschüssen jeweils einen Sitz, SPD und CDU jeweils drei. Nur im Verwaltungsausschuss hat die SPD lediglich zwei, dafür ist Bürgermeister Rainer Block mit dabei.

„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihnen. Ich habe keine Bedenken, dass wir gut miteinander auskommen werden“, blickte Block auf die kommende Zeit voraus. Er wies aber auch daraufhin, dass es „schwierige fünf Jahre werden. Wir werden noch mehr auf die Finanzen und den Klimaschutz schauen müssen.“ Klar ist aber auch, dass es weitere große Investitionen geben wird. Die Sanierungsprogramme in der Kernstadt und im südlichen Stadtgebiet laufen weiter. In der nun beginnenden Ratsperiode werden in Zukunft einige Feuerwehrhäuser erneuert werden müssen. Eine schwierige Entscheidung wird es sein, den Standort für das gemeinsame Haus für die Ortswehren Hary, Störy und Bönnien festzulegen – zumindest, sofern es von Seiten der Feuerwehr keine Einigung geben sollte. Außerdem soll es auch für den nördlichen Ambergau eine Dorferneuerung geben und weitere Straßen saniert werden. Und dann bleibt immer noch die Frage, wie die Innenstadt des Kernortes belebt werde kann. Für den neuen Rat der Stadt Bockenem wird es also viele wichtige Entscheidungen zu treffen geben.dh

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