Bockenemer Kunstkalender 2020 ist da

Ateliergemeinschaft Jutta Walter stellt zudem im Rathaus aus / Doris Schröder-Köpf am 27. November zu Gast

Christa Feuerhahn, Hanne Krause und Jutta Walter (von links) gucken Petra Bernhardt bei der Malarbeit über die Schulter. Dutzende Bilder sind für den alljährlichen Bockenemer Kunstkalender sowie die Ausstellung im Rathaus bereits entstanden.

Bockenem. „Schwarz weiß in Farbe“ – so heißt der Titel des Bockenemer Kunstkalenders, den Jutta Walter mit vier weiteren Künstlern für das Jahr 2020 herausgibt. Dieses auf den ersten Blick ungewöhnlich Motto soll das Spannungsfeld zwischen Deutschland und Afrika beleuchten. „Wir wollten etwas zu der Flüchtlingsfrage machen und haben uns dann nach und nach für dieses Thema entschieden“, erinnert sich die Kunstpädagogin Jutta Walter an die Entstehung des Themas. Sowohl kritische Themen, als auch Harmonie beinhaltet der Kalender: „Nur Kritik verträgt kein Mensch, es braucht auch das Schöne.“ Immer Dienstags sind neben Walter auch Hanne Krause, Petra Bernhardt und Christa Feuerhahn im Atelier in der Marktstraße.

„Es macht mehr Spaß in der Gruppe zu malen, wir inspirieren uns dabei gegenseitig“, ist sich Walter sicher. Nicht immer wird dabei nur gemalt, passend zum jeweiligen Thema lesen sie auch mal Geschichten oder hören Musik. „Wenn wir das Thema haben, gucke ich auch bei Dokumentationen im Fernsehen dazu ganz anders darauf“, ergänzt Feuerhahn. Der Malprozess mache Spaß, vorher wisse man nie, was am Ende herauskomme, erklären alle vier unisono. 13 Bilder wurden für den Kalender ausgewählt, viele mehr sind aber entstanden. Daher gibt es darüber hinaus eine Ausstellung im Bockenemer Rathaus. Zirka 100 Bilder sind dort ab dem 3. November zu sehen. Die Vernissage findet an diesem Tag um 11 Uhr statt und endet am 31. Januar kommenden Jahres.

Neben den vier Bockenemer Künstlerinnen sind auch Werke eines weiteren Malers zu sehen, sowohl im Kalender, als auch bei der Ausstellung. Zaki Al-Maboren, gebürtiger Sudanese, ist seit 1993 Freischaffender Künstler mit Atelier in Kassel. Nach einer Ausstellung im Derneburger Glashaus rief ihn Jutta Walter einfach an und bekam eine Zusage.

Kalender und Ausstellung sind eingebettet in eine Reihe von mehreren Veranstaltungen rund um das Thema Migration und Teilhabe „Das Fremde in der neuen Heimat“. Nach der Ausstellungseröffnung lädt der Arbeitskreis Kunst und Kultur in Bockenem zu einem afrikanischen Musikevent unter der Gesamtleitung von Marion Imholz in der St. Pankratiuskirche ein (3. November, 16 Uhr). Am 27. November findet im Rathaus eine Expertenrunde mit Kurzreferaten und Diskussion statt. Mit dabei ist auch die niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf. Mit einer Diashow von Achim und Andrea Geiselhart zum Thema „Afrika hautnah“ sowie den MiA-Melodys geht es am 22. Januar weiter. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos, es wird jedoch um Spenden gebeten.

Die Ausstellung ist übrigens als Wanderausstellung gedacht. Sollten andere Orte Interesse zeigen, so können die Bilder, oder ein Teil davon, im kommenden Jahr auch anderswo ausgestellt werden.

Der Bockenemer Kunstkalender ist ab sofort beim Atelier Jutta Walter (Marktstraße) sowie bei Büma und Presse-Kramm in der Königstraße für 12,50 Euro erhältlich. Die Bilder sind zudem einzeln als Postkarte für einen Euro zu kaufen.dh

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