Corona: Landkreis Hildesheim überschreitet Inzidenz-Grenzwert von 35

Bockenem. Der Landkreis Hildesheim hat mit insgesamt 114 Neuinfektionen seit dem vergangenen Freitag die erste kritische Marke von 35 Neuinfektionen in sieben Tagen, bezogen auf 100.000 Einwohner, überschritten. Grundlage für die Berechnung ist die amtliche Statistik mit Stand 31. Dezember 2019, wonach im Landkreis Hildesheim 275.817 Menschen gelebt haben. Aktuell liegt die Inzidenz der laborbestätigten Neufälle im Landkreis Hildesheim damit bei 41,3.

Allein gestern und heute wurden 73 Personen Neuinfektionen nachgewiesen. Darunter ist auch ein Ausbruch in einem Seniorenheim in Hildesheim, bei dem bis gestern Nachmittag sieben Senioren und ebenfalls sieben Beschäftigte Infektionen nachgewiesen wurden. Insgesamt ist das Stadtgebiet Hildesheim mit 88 Personen stark betroffen. In Bockenem sind nach Angaben des Landkreises derzeit fünf Personen positiv getestet worden. Insgesamt gelten im Landkreis Hildesheim momentan der Rekordwert von 148 Personen als infektiös, neun werden im Krankenhausen behandelt.

Das Land Niedersachsen stimmt gerade final eine neue Corona-Verordnung ab, in der die Folgen der Überschreitung einer Inzidenz von 35, beziehungsweise 50 für das gesamte Gebiet der betroffenen Landkreise dargestellt werden soll. Welche Einschränkungen insbesondere für private Feiern, Veranstaltungen oder ob auch die Einführung einer Sperrstunde für Gastronomiebetriebe vorgesehen ist, steht zur Stunde allerdings noch nicht definitiv fest. Trotzdem verzichtet der Landkreis Hildesheim aktuell in Erwartung des Inkrafttretens einer neuen Verordnung heute auf den Erlass einer entsprechenden Allgemeinverfügung, so die Behörde am späten Donnerstagmittag.

Landrat Olaf Levonen hat aufgrund der derzeitigen dynamischen Lageentwicklung bereits am Mittwochnachmittag den Stab außergewöhnliche Ereignisse (SAE) „Corona“ wieder in voller Stärke eingesetzt.dh