Das Museum hat nun einen Weule-Raum

Aus einem Familiennachlass hat die Museumsmannschaft zahlreiche Bilder erhalten

Georg Erlenwein (links) überreicht Fotos und Gemälde aus dem Familiennachlass an Doris Haars und Hans-Jörg Drake. Sie sind in dem neuen Weule-Raum im Museum zu sehen.

Bockenem. Das Bockenemer Museum der Zeit widmet der Familie Weule einen eigenen Raum. Dort wird es in nächster Zeit zahlreiche Informationen, aber auch eine Reihe Bilder, über die Familienangehörigen des Gründers der weltbekannten Turmuhrenfabrik und Glockengießerei, Johann Friedrich Weule, geben. Auch bisher unbekannte Namen sind Bestandteil der Ausstellung.

Georg Erlenwein, der mit seiner Frau in der Nähe von Toulouse in Südfrankreich lebt, konnte zur Freude der Bockenemer Museumsmannschaft einige Fakten liefern. Seine Urgroßmutter Auguste Weule, die Tochter von Johann Friedrich, heiratete in zweiter Ehe den Baumeister und Architekten Johannes Wotte. „Über diesen Namen gibt es bislang keine Informationen“, berichtet die Mitarbeiterin des Museums, Doris Haars. Sie hat sich mit ihrem Mann Günther intensiv mit der Familiengeschichte der Weules auseinandergesetzt.

Das Ehepaar Haars hat aber herausgefunden, dass Johannes Wotte noch ein größeres Bauobjekt in Bockenem abgeschlossen hat, bevor er mit seiner Familie nach Hannover verzog. Um welches Gebäude es sich handelte, ist allerdings nicht mehr nachvollziehbar. Georg Erlenwein hat etliche Bilder aus dem Fundus seiner Großmutter ins Museum gebracht. „Wir mussten in Deutschland verschiedene Dinge erledigen. Da bot sich ein Abstecher nach Bockenem an“, erläutert Georg Erlenwein.

Bereits im vergangenen Jahr war das Ehepaar schon einmal im Museum zu Gast. Seitdem standen die Museumsleute mit ihm in Kontakt. Für das Turmuhrenmuseum gab es von ihm viel Lob. „Die Ausstellung ist sehr übersichtlich aufgebaut. So viel Technik vermutet man gar nicht“, meint der Besucher. Leider hätte die Firma Weule sehr schnell nach Kriegsende die Türen geschlossen. Ihm sei es ein Herzensbedürfnis, die Bilder dem Museum zu überlassen. „Der Name Weule muss präsent bleiben“, betont Georg Erlenwein.

Das Portrait von Johannes Wotte hat übrigens die Tochter Emmy, die als Kunstmalerin tätig war, von ihrem Vater gemalt. „Wir werden einen schönen Platz für die Familienbilder finden“, garantiert Museumsleiter Hans-Jörg Drake. Er dankt dem Ehepaar für die Überlassung der Familienbilder. Zuvor wurde in dem Raum die Geschichte der Wilhelmshütte in Bornum dargestellt. Die Daten und Fakten werden künftig in einem anderen Bereich zu sehen sein. „Wir sind dabei, verschiedene Dinge in der Ausstellung neu zu gestalten“, berichtet Hans-Jörg Drake.mv

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